Was ist eigentlich eine Arthrose – und was kann man dagegen tun?

«Mit Arthrose leben wir eigentlich fast alle, wenn wir die 40 überschritten haben. Die meisten aber merken gar nichts davon, oder die Beschwerden kommen erst nach und nach im Alter.» schreibt die Rheumaliga Schweiz im Vorwort ihrer Broschüre «Arthrose», die Sie hier als PDF herunterladen können. Zum Thema Rheuma hat mediX ausserdem ein Gesundheitsdossier herausgegeben, das sich auch mit dem Thema Arthrose befasst. Dieses Dossier können Sie hier als PDF herunterladen.

Was ist eine Arthrose?

Bei einer Arthrose baut sich der Gelenkknorpel vorzeitig ab. Man spricht auch von einer Gelenkerkrankung mit Abnützungserscheinungen. Die Arthrose ist die häufigste Ursache für Schmerzen und Einschränkungen im Alter.

Die Erkrankung kann an allen Gelenken auftreten. Bei Hüft-, Knie-, Grosszehengrundgelenk und Fingergelenken kommt sie aber häufiger vor. Andere Gelenke wie Schulter, Ellbogen und Sprunggelenke sind seltener betroffen. Wenn sich die knorpeligen Bandscheiben in der Wirbelsäule abnützen, kann es zu Rückenschmerzen oder auch zu einem schmerzhaften Bandscheibenvorfall (Diskushernie) kommen.

Die schmerzhafte Arthrose ist eine chronische, langsam fortschreitende Erkrankung. Noch bevor Beschwerden auftreten, hat sich die Qualität des Gelenkknorpels oft schon über längere Zeit hinweg verschlechtert.

Dass sich Gelenkknorpel und die Bandscheiben mit dem Alter der abnützen ist eine ganz normale Erscheinung.  Diese Abnützung führt manchmal auch nur zu geringen Beschwerden. Gewisse Faktoren fördern jedoch die Gelenkabnutzung und verstärken damit auch die Arthrosebeschwerden:

  • Übergewicht: dies belastet die Gelenke zusätzlich
  • Fehlbelastung (beispielsweise bei Fehlhaltung der Wirbelsäule, Fussdeformationen, usw.)
  • schlecht trainierte oder einseitig belastete Muskulatur

Was kann man gegen Arthrosen tun?

Die beste Arthrosetherapie ist, die Abnützung der Gelenke zu vermindern. Übergewicht sollte reduziert werden, damit die Gelenke nicht zusätzlich belastet werden. Eine Diätberatung macht das Abnehmen oft leichter. Ein gezieltes Muskeltraining oder Gymnastik hilft, schwache Muskulatur zu kräftigen. Starke Muskeln entlasten die Gelenke. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass regelmässige Gymnastik im Verlauf der Jahre am wirkungsvollsten bei Rückenbeschwerden oder bei einer mittelschweren Kniearthrose hilft.

Die Schmerzbekämpfung ist nur eine kurzfristige Massnahme. Ziel der Schmerzbehandlung ist es, die Schmerzen so zu reduzieren, dass zum Beispiel Muskeltraining oder Gymnastik möglich wird.

Das können Sie selbst  für sich tun:

  • Bewegen Sie sich trotz Arthrose täglich mit wenig Belastung (Stretching, Gymnastik, leichtes Krafttraining)
  • Achten Sie auf eine gute Haltung am Arbeitsplatz: optimale Tisch und Stuhlhöhe
  • Übergewicht reduzieren: dies vermindert die Belastung der Gelenke
  • Schwefelbäder zu Hause
  • Baden im Rheumabad
  • Warme Wickel helfen bei chronischen Schmerzen und lockern Verspannungen
  • Mit Entspannungstechniken können verspannte Muskeln gelockert werden
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2 Kommentare zu Was ist eigentlich eine Arthrose – und was kann man dagegen tun?

  1. Peter sagt:

    Danke für den spannenden Beitrag. Kann über die Ernährung ein Präventionsbeitrag geleistet werden? Gibt es bestimmte Lebensmittel?

    • Bestimmte Lebensmittel gibt es nicht, die der Arthrose schaden oder nützen. Empfohlen wird aber, ein allfälliges Übergewicht zu reduzieren: dies vermindert die Belastung der Gelenke. In der im Blog erwähnten Broschüre der Rheumaliga heisst es ausserdem: „Auch Mangelernährung (Mangel an Vitaminen, Eiweiss, Calcium) ist ein Problem, denn sie schwächt das Bindewegebe. Achten Sie daher auf eine bedarfsgerechte Zufuhr der verschiedenen Nährstoffe.“

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