Was bestimmt eigentlich, ob ich gesund bin?

Meine spontane Antwort auf die Frage im Titel wäre wohl: «Über meine Gesundheit entscheide ich selbst. Sie hängt von meinem Lebensstil ab. Und wenn ich krank bin, hilft mir ein funktionierendes Gesundheitssystem dabei, wieder gesund zu werden.» Je bewusster mein Lebensstil und je besser die Gesundheitspolitik, desto leichter wäre es also, gesund zu sein oder wieder gesund zu werden.

Im Rahmen seiner Gesundheitsförderung und Prävention hat sich das Bundesamt für Gesundheit (BAG) intensiv mit der Frage befasst. Unter dem Titel «Ein gemeinsames Verständnis von Gesundheit entwickeln» hat es einen interessanten Beitrag zum Thema veröffentlicht.

Gesundheit entsteht in unserem alltäglichen Umfeld

Dort heisst es unter anderem: «Gesundheit entsteht vor allem in der alltäglichen Umgebung der Menschen: Dort, wo sie wohnen, lernen, essen, spielen, Velo fahren, arbeiten, lieben. Viele verschiedene Faktoren (Gesundheitsdeterminanten) haben einen Einfluss auf die Gesundheit der Menschen. Zunächst gehören dazu persönliche Determinanten wie die geerbte Veranlagung, das soziale Umfeld und das individuelle Gesundheitsverhalten. Aber auch die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen haben direkt oder indirekt einen Einfluss auf die Gesundheit. Konkret geht es hier zum Beispiel um Determinanten wie Einkommen, Bildung oder Luftverschmutzung:

  • Personen mit tiefem Einkommen leiden fast doppelt so häufig an Diabetes wie Personen mit hohem Einkommen.
  • Gut ausgebildete Personen sind in der Regel gesünder als Personen mit einem obligatorischen Schulabschluss.
  • Aufgrund der Luftverschmutzung sterben in der Schweiz jährlich rund 3000 Personen vorzeitig.»

Dabei gibt es Determinanten, auf die das Individuum Einfluss nehmen kann, wie Ernährung und Bewegung, und andere, bei denen der individuelle Einfluss begrenzt ist, etwa Arbeit oder Einkommen. Bei gewissen Determinanten ist kaum individuelle Einflussnahme möglich (globale Wirtschaftslage, Krieg oder Frieden). Die Verantwortung für die Gesundheit liegt also nicht alleine beim Individuum selbst, sondern auch bei den verschiedenen Politiksektoren, bei Wirtschaft und Gesellschaft.

Fokus auf sechs Themenfelder

Das BAG fokussiert bei der Umsetzung der umfassenden Gesundheitspolitik auf sechs Themenfelder, die gemeinsam mit dem Departement des Innern definiert wurden. In diesen, im Folgenden kurz skizzierten Themenfeldern soll die Zusammenarbeit zwischen den involvierten Bundesstellen intensiviert und systematischer angegangen werden:

  • Umwelt und Energie
  • Wirtschaft
  • Ernährung und Nahrungsmittelproduktion
  • Bildung
  • Bewegung, Mobilität und Lebensräume
  • Sozialpolitik und Integration

Mehr dazu finden Sie im oben erwähnten Artikel des BAG.

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