Warum Impfen wichtig ist?

Mit «Impfgegner und schlecht Informierte torpedieren Immunitätsschutz gegen lebensgefährliche Krankheiten», betitelt Comparis.ch seinem Beitrag über eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Innofact in der Deutschschweiz im Auftrag des Online-Vergleichsportals comparis.ch. zum Thema „Impfen in der Schweiz“. Echte Impfgegner seien in der Schweiz rar.

Noch immer seien 60,7 Prozent der Deutschschweizerinnen und -schweizer überzeugt, bei Kindern sollten alle aktuell vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfohlenen Basisimpfungen durchgeführt werden. Nur 12,2 Prozent seien gänzlich gegen eine Durchführung der Basisimpfungen. Rund die Hälfte dieser Minderheit glaubt, dass nur durchgestandene Krankheiten das Immunsystem stärken könnten; rund ein Fünftel der Impfgegner glaubt, Impfungen seien gefährlich.

Gemäss Comparis-Gesundheits-Eperte Felix Schneuwly seien aber nicht nur die kategorischen Impfgegner eine wahre Gefahr, sondern auch die die latente Impf-Ignoranz. Dazu gehören Beispielswiese die rund 20 Prozent der Befragten, die nur ausgewählte Impfungen für nötig halten -– eine Meinung, die offenbar vor allem unter jüngeren Menschen verbreitet ist.

Dazu Schneuwly: «Das Problem ist: Dank dieser Haltung können sich ansteckende, potenziell lebensgefährliche Krankheiten wieder ausbreiten». Um auch aus verschiedenen Gründen nicht impfbare, aber besonders gefährdete Personen vor einer Ansteckung zu schützen und eine Krankheit auszurotten bzw. eine Wiederverbreitung zu verhindern, müsse je nach Krankheit ein Anteil von 80 bis 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Nur so entstehe eine so genannte Herdenimmunität.

Bei Interesse können Sie hier den Medientext von Comparis als PDF herunterladen.

Die Basisimpfungen im Schweizerischen Impfplan

Die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) als Basisimpfungen eingestuften und im eidgenössischen Impfplan aufgelisteten Impfungen werden als unerlässlich für die individuelle und öffentliche Gesundheit eingestuft und müssen von der Ärzteschaft ihren Patientinnen und Patienten gemäss den Vorgaben des Schweizerischen Impfplans empfohlen werden. Basisimpfungen werden empfohlen, weil sie für die individuelle und öffentliche Gesundheit wesentlich sind und einen für die Gesundheit der Bevölkerung wichtigen Schutz bieten

Den Schweizerischen Impfplan verfassen unabhängige Expertinnen und Experten (Eidgenössische Kommission für Impffragen, EKIF) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG). Er wird regelmässig überarbeitet und an den neusten Wissenstand angepasst. Grundlage dafür sind neue Entwicklungen von Impfstoffen, neue Erkenntnisse über deren Wirksamkeit und Sicherheit, Veränderungen der epidemiologischen Lage in der Schweiz sowie Empfehlungen der WHO-Experten. Die in diesem Plan formulierten Impfempfehlungen zielen auf einen optimalen Impfschutz der Bevölkerung und jedes einzelnen Individuums ab.

Eine Impfung wird nur empfohlen, wenn ihr Nutzen (Verhinderung von Krankheiten und deren Komplikationen, Verringerung der Sterblichkeit) das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen um ein Vielfaches übertrifft.

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