EQUAM-Qualität seit 20 Jahren

Schon als vor etwas mehr als 20 Jahren die ersten mediX-Praxen gegründet wurden, stand die Frage noch bestmöglicher Qualität der ärztlichen Leistungen im Zentrum der Diskussionen – und das ist übrigens heute noch so. mediX steht für eine hohe Qualität ärztlicher Leistungen – alle mediX-Mitglieder lassen dies regelmässig von der unabhängigen EQUAM-Stiftung (Externe Qualitätssicherung in der Medizin) überprüfen. Zur Zertifizierung gehört auch eine PatientInnen-Befragung, so dass deren Meinung in das Ergebnis einfliesst.

Unabhängig davon, dass Qualität 1996 im Gesundheitswesen mit dem Krankenversicherungsgesetz (KVG) von 1996 zum ersten Mal ausdrücklich im Gesetz verankert (Art. 58: Qualitätssicherung) wurde, gründeten deshalb die drei Pioniere der managed-care-Bewegung, Dr. med. Kurt Hess, Dr. med. Felix Huber, mediX Schweiz, und Dr. med. Thomas Grüninger, Gesundheitsplan HMO Basel am 28. April 1999 die unabhängige EQUAM-Stifung zur Förderung der externen Qualitätsentwicklung gründeten.

Dr. med. Felix Huber, Mitgründer und Vizepräsident EQUAM-Stiftung

Neben den Qualitäts-Zertifizierungen von Arztpraxen stehen seit 2000 den PatientInnen zertifizierten Organisationen ­auch unabhängige OmbudsärztInnen zur Schlichtung von Konflikten in medizinischen Belangen zur Verfügung. 2003 wurde die EQUAM Stiftung durch die Schweize­rische ­Akkreditierungsstelle (SAS) als Zertifizierungsstelle für Managementsysteme in der ambulanten Medizin akkreditiert.

Im Rahmen der kleinen Jubiläumsfeier sind haben sich zahlreiche prominente VertreterInnen des Schweizer Gesundheitswesens sehr positiv über die damalige Pionierleistung geäussert.

Pascal Strupler, Direktor Bundesamt für Gesundheit, sagte in seinem Referat: «Vor 20 Jahren haben die drei Gründer eine Pionierarbeit geleistet. Es ist ermutigend, dass die Anzahl der EQUAM-zertifizierten Ärztinnen und Ärzte steigt. Aktuell arbeiten in der Schweiz rund zehn Prozent der Ärztinnen und Ärzte im ambulanten Sektor mit einem Fachtitel in Allgemeiner und Innerer Medizin in einer EQUAM-zertifizierten Praxis. Bei zehn Prozent von ermutigend zu sprechen ist mutig. Aber diese zehn Prozent packen die Qualitätsarbeit freiwillig an.» Weiter sagte er: «Das EQUAM Zertifikat kann für die Patientinnen und Patienten bei der Wahl ihres Hausarztes entscheidend sein. Diese Transparenz ist wirksam. Alle Akteure müssen dafür sorgen, dass das Qualitätsniveau steigt und die Sicherheit der Patientinnen und Patienten verbessert wird. Die Politik hat den gesetzlichen Rahmen dafür geschaffen.»

Und Bundesrätin Simonetta Sommaruga, die selbst zwischen 2008 und 2010 die EQUAM-Stiftung präsidierte, äusserte sich in ihren Grussworten überzeugt davon, dass man die Kontrolle der Qualität im Gesundheitswesen nicht allein den ÄrztInnen überlassen könne: «Es braucht externe unabhängige Kontrollen in diesem Gebiet, wo es um so viel geht – um die Gesundheit. Transparenz, Kosteneffizienz, hohe Patientensicherheit und die Erfül­lung von Patientenbedürfnissen sind für mich keine Widersprüche. Es sind die Voraussetzungen für die Qualität. Die Hartnäckigkeit und Unbestechlichkeit der EQUAM- Stiftung beeindrucken mich und ich bin froh, dass es EQUAM gibt.»

Ruth Humbel, Nationalrätin und Stiftungsratspräsidentin der EQUAM-Stiftung, fasst die aktuelle Situation zusammen: «Eine Zertifizierung wird in der Schweiz regulatorisch nicht vorgeschrieben. Da viele Arztpraxen Patientenaufnahmestopp haben, gibt es auch keinen Druck vom «Markt» her. Die Entscheidung für eine Zertifizierung liegt bei den Ärztinnen und Ärzten oder beim Ärztenetz, welchem sie angeschlossen sind. Es gibt trotzdem gute Gründe, sich als Praxis zertifizieren zu lassen: bessere Patientensicherheit und Mitarbeitendenzufriedenheit, Kosteneffizienz und der Einsatz für bessere Qualität als Image-Element.»

Paula Bezzola, Geschäftsführerin, freut sich über die positive Entwicklung der EQUAM- Stiftung: «Es ist erfreulich, dass fast jedes Jahr mehr Arztpraxen, Ärztinnen und Ärzte unsere Zertifizierungen absolvieren. Unsere Kunden sind sehr engagiert. Sie lassen sich von einer externen Stelle überprüfen und sorgen somit für eine klare Ausgangslage, bessere Rahmenbedingungen und mehr Transparenz. Beim Programm für Grundversorgerpraxen waren im Jahr 2018 215 Arztpraxen mit 627 Ärztinnen und Ärzten zertifiziert und bei unseren vier Behandlungsqualität-Programmen 93 Ärztinnen und Ärzten. Aktuell arbeiten in der Schweiz rund zehn Prozent der Ärztinnen und Ärzten im ambulanten Sektor mit einem Fachtitel in allgemeiner und innerer Medizin in einer EQUAM-zertifizierten Praxis.»

Dieser Beitrag wurde unter Politik & Gesundheit, Über mediX veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu EQUAM-Qualität seit 20 Jahren

  1. Rudolf Wartmann sagt:

    EQUAM hat sich als solides Q-Instrument im CH-Gesundheitswesen etabliert, herzliche Gratulation. Ich wünsche der EQUAM weiterhin viel Erfolg und dass möglichst viele Praxen und Patienten von dieser Institution profitieren können. Ich war ganz am Anfang bei der Entstehung von EQUAM auch am Rande beteiligt durch Unterstützung von Sponsoringanfragen und auch durch kleine persönliche Beiträge im Gespräch mit Felix Huber und Kurt Hess.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.
Dein Kommentar wird von der Blog-Redaktion geprüft und und erscheint erst nach der Freigabe.

Spamschutz * Frist ist abgelaufen. Bitte laden Sie den Spamschutz erneut.