82 Milliarden Franken pro Jahr für unsere Gesundheit

Die gesamten Ausgaben für das Gesundheitswesen in der Schweiz betrugen 2018 gemäss Bundesamt für Statistik und berechnet nach internationalen Standards insgesamt 81,9 Milliarden Franken. Sie waren damit um 2,8% höher als im Jahr 2017; neuere Zahlen liegen noch nicht vor. Das Wachstum der Gesundheitsausgaben lag damit etwas unter dem durchschnittlichen Wert der letzten fünf Jahre von 3,4% steht. Damit gaben wir auch im erwähnten Jahr rund 12 Prozent des gesamten Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) für unsere Gesundheit aus. Damit weist die Schweiz einen der höchsten Werte in Europa auf. 

Entwicklung der Gesundheitskosten und deren Anteil am BIP in Prozent (Quelle: BFS)

Zwei Drittel der Mehrausgaben bei Arztpraxen, Spitälern und sozialmedizinischen Einrichtungen

Von den Mehrausgaben in Höhe von 2,2 Milliarden Franken entfielen 63,0% (1,4 Mrd. Fr.) auf die Ausgabensteigerung bei Arztpraxen (+0,7 Mrd. Fr.), Krankenhäusern (+0,4 Mrd. Fr.) und Sozialmedizinischen Einrichtungen (+0,3 Mrd. Fr.).

Was das Wachstum der Gesundheitsausgaben im Fünfjahrestrend (+3,4%) betrifft, ergibt sich für die einzelnen Leistungskategorien ein differenzierteres Bild: Eine unterdurchschnittliche Wachstumsrate zeigten die stationäre Kurativbehandlung (+1,0%), die Verwaltung (+2,4%) und die Langzeitpflege (+2,8%). Eine überdurchschnittliche Wachstumsrate wiesen dagegen die Unterstützenden Dienstleistungen (+7,9%, z.B. Laboranalysen und Rettung), die Rehabilitation (+5,5%) und die ambulante Kurativbehandlung (+4,2%) aus.

802 Franken pro Monat für das Gesundheitswesen

2018 wurden in der Schweiz monatlich 802 Franken pro EinwohnerIn für das Gesundheitswesen ausgegeben, 16 Franken mehr als im Vorjahr. Diese Veränderung betrifft hauptsächlich die Selbstzahlungen (+14 Fr.), also den Restbetrag, den die Haushalte, zusätzlich zu den Versicherungsprämien und Steuern, direkt bezahlen. Gedeckt werden damit vor allem Leistungen für Pflegeheime, Zahnarztbehandlungen sowie Kostenbeteiligungen an der Krankenversicherung.

Die Statistik der Kosten und der Finanzierung des Gesundheitswesens

Die Statistik des BFS über die Ausgaben und die Finanzierung des Gesundheitswesens (letzte Revision 2017) ist eine Synthese aus verschiedenen Quellen. Sie dient der Schätzung der Produktionskosten, der Ausgaben und der Finanzierung von Sach- und Dienstleistungen des schweizerischen Gesundheitswesens während eines Jahres. Sie stützt sich dabei auf die internationale Methodik der Gesundheitskonten SHA. Sie kann daher erst erarbeitet werden, wenn sämtliche statistischen Primärdaten verfügbar sind, insbesondere jene der Sozialversicherungen und der öffentlichen Finanzen. Die definitiven Berechnungen werden deshalb jeweils mit einer rund zweijährigen Verzögerung veröffentlicht.

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