Wie man Erkältungen vermeidet

Nun ist er da – der Winter. Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und die Luft ist feucht. Nun heisst es: sich wieder warm anziehen. Wer sich vor der Grippe fürchtet, kann sich dagegen impfen lassen. Was bleibt sind die unangenehmen Erkältungen, begleitet von Husten, Schnuppen, oft auch Fieberschüben und eingeschränkter Leistungsfähigkeit.

Der Tages-Anzeiger hat kürzlich 13 Tipps verraten, mit denen man sich vor Erkältungen schützen kann. Hier im mediX-Blog geben wir Ihnen eine Kurzfassung. Den ganzen Beitrag finden Sie hier.

  1. Am Morgen sanft und ausgeruht aufwachen!
    Die Autorin des Artikels, Ginette Wiget, empfiehlt dabei Lichtwecker, «die sich die Natur als Vorbild genommen haben: Sie strahlen je nach Einstellung 45 bis 5 Minuten vor dem Weckton ein stufenweise heller werdendes Licht aus und simulieren so einen Sonnenaufgang – mit Morgenrot.»
  2. Viel Tageslicht von draussen!
    Der Mediziner Corrado Garbazza lässt  sich im Beitrag so zitieren: «Ideal ist es, morgens nach dem Aufstehen für eine halbe Stunde nach draussen zu gehen, um auf einem Spaziergang die Ausschüttung von Melatonin zu stoppen. Nicht nur das Tageslicht macht uns munter, sondern auch die Bewegung an der frischen Luft.» Beides stärkt das Immunsystem. Und wer keine Zeit für einen Spaziergang hat, kann ja einfach mal einen Teil des Arbeitsweges zu Fuss zurücklegen.
  3. Stress reduzieren!
    Gerade die kommenden Wochen und die Vorbereitung auf die Weihnachtszeit mit den vielen gesellschaftlichen Verpflichtungen ist oft stress-behaftet. Wiget empfiehlt Stress-Abbau mit der 7/11-Atmung. «Augen schliessen, durch die Nase einatmen und dabei bis sieben zählen. Dann ausatmen und bis elf zählen.» Der US-Psychologe Christopher Willard schreibt über diese Methode: «Wenn wir das Ausatmen länger machen als das Einatmen, beruhigt sich unser Nervensystem und ermöglicht es uns, eine Verbindung zum gegenwärtigen Moment herzustellen, an dem wir sonst vielleicht vorbeigehetzt wären.»
  4. Verwöhnen Sie sich von Zeit zu Zeit!
    Ab und dann ein heisses Bad sorgt für Entspannung. Und mit belebenden Zusätzen kann das Bad wahre Wunder wirken, z.B. mit ätherischen Ölen von Grapefruit, Zitrone oder Bergamotte. Sie hellen die Stimmung auf. Ist die Erkältung bereits im Anzug, so wählen Sie Thymian, Eukalyptus oder Fichtennadelöl. Wiget warnt: «Wer an einer Grippe oder einer starken Erkältung mit Fieber leidet, sollte seinen Kreislauf schonen und nicht in die heisse Wanne steigen.»
  5. Auch im Winter trainieren – aber richtig!
    Einem gesunden Menschen schadet Training im Freien auch bei tiefen Temperaturen nicht – ganz im Gegenteil. Aber man sollte sich gut aufwärmen, bevor man losspringet und sich warm kleiden, am besten mit mehreren Schichten aus atmungsaktivem Material. Vor allem aber sollte man Handschuhe und Mütze nicht vergessen: ein Grossteil der Körperwärme entweicht über Hände und Kopf. Mediziner empfehlen die Nasenatmung; dank ihr wird die kalte Luft erwärmt, angefeuchtet und gefiltert, bevor sie in die Lungen gelangt.
  6. Halten Sie fest, was Sie glücklich macht!
    Schreiben Sie jeden Tag drei Dinge auf, die bei Ihnen Glücksgefühle geweckt haben; auch Kleinigkeiten, wie die Begegnung mit einem Fuchs, den warmen Punsch unterwegs, der schneebedeckte Weg eignen sich dafür. Gemäss dem Begründer der positiven Psychologie führe das zu mehr Zufriedenheit. Und zufriedene Menschen haben mehr Abwehrkräfte.
  7. Starten Sie mit Yoga in den Tag!
    Schon wenige einfache Übungen können Ihnen einen guten Einstieg in den Tag schaffen.
  8. Hände häufig waschen – statt Vitamine schlucken!
    Viele Menschen schwören auf Vitamin C gegen Erkältungen. Der Nutzen von Vitaminpillen ist aber mehr als umstritten. Wer im Alltag genügend Obst zu sich nimmt, ist reichlich mit Vitamin C versorgt und ab einer gewissen Dosis, nimmt unser Körper kein zusätzliches Vitamin C mehr auf. Was wir schlucken wird dann gleich wieder ausgeschwemmt. Viel nützlicher ist es, regelmässig die Hände zu waschen. Wiget zitiert dabei Dr. med. Felix Huber von mediX: «Regelmässiges Händewaschen senkt das Risiko deutlich, sich mit Erkältungsviren zu infizieren». Und das gehe so: Hände anfeuchten, 30 Sekunden gründlich einseifen, dabei Handrücken, Fingerzwischenräume, Nägel, Fingerspitzen und Daumen nicht vergessen. Anschliessend mit warmem Wasser abspülen und gründlich abtrocknen.
  9. Energieschub mit kaltem Wasser!
    Die warme Dusche am Morgen ist eine Wohltat, und man soll sie auch geniessen. Noch wirksamer ist die Dusche aber, wenn man sie am Ende für rund 30 Sekunden auf kalt stellt, und sich so einen Energieschub gibt. Gemäss einer holländischen Studie fühlten sich die Wechselduscher vitaler als die Warmduscher. Beide Gruppen waren zwar in dieser Zeit etwa gleich häufig krank; die Warm-Kalt-Duscher empfanden aber ihr Kranksein als weniger heftig und hatten rund dreissig Prozent weniger Absenzen wegen Krankheit als die Kontrollgruppe.
  10. Öfter mal ab in den Wald!
    Eine japanische Studien soll zeigen, dass Spazieren im Wald den Blutdruck und die Herzfrequenz senke und den Stresspegel normalisiere. Auch das Immunsystem soll davon profitieren. Ein Spaziergang im Wald aktiviere gemäss den Wissenschaftern sogenannte Killerzellen im Körper. Vermutlich würden die Killerzellen durch Duftstoffe angeregt, mit denen Bäume und andere Pflanzen untereinander kommunizieren.
  11. Viel Gemüse essen macht munter!
    Die Festtage stehen an und da locken feine, fette Speisen, viel Fleisch und Süssigkeiten. Wer diesen widersteht und sich dem Gemüse zuwendet, lebt ohnehin gesünder und bereut im Januar den Gang auf die Waage weniger. Eine Auswertung von elf Studien habe gezeigt, dass eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Nüssen und Hülsenfrüchten, das Depressions- Risiko reduziere. Verantwortlich dafür seien wahrscheinlich Folsäure, Omega-3-Fettsäuren und einfach ungesättigte Fettsäuren, die für die Bildung von Botenstoffen im Gehirn wichtig sind.
  12. Licht sorgt für gute Stimmung!
    Der Winterblues nennt sich in der medizinischen Fachsprache «saisonal abhängige Depression». Die Betroffenen hätten ein erhöhtes Bedürfnis zu schlafen, entwickelten einen Heisshunger auf Süsses und legten an Gewicht zu, schreibt Wiget in ihrem Beitrag. Und behandeln lassen sich diese Symptome mit Licht. «Diese Therapie kann den morgendlichen Lichtmangel ersetzen, der an Wintertagen vorhanden ist», lässt sich der Mediziner Corrado Garbazza vom Zentrum für Chronobiologie an den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel zitieren. Verordnet ein Arzt die Lichttherapie aufgrund einer saisonal abhängigen Depression, wird sie von der Krankenkasse bezahlt.
  13. Zärtlicher Berührungen wecken die Abwehrkräfte!
    Zärtliche Berührungen erhöhen das Wohlbefinden und reduzieren Stress. Forscher in den USA vermuten sogar, dass sich Zärtlichkeiten positiv auf das Immunsystem auswirken können. Sie stellten fest, dass regelmässige Massagen die Anzahl der Killerzellen im Blut erhöhen. Andere Forscher haben sogar herausgefunden, dass regelmässige Umarmungen Schutz vor Erkältungen bieten: In einer Studie mit 404 Freiwillige hatten all diejenigen mit intensiver emotionaler Unterstützung von ihren Mitmenschen seltener Schnupfen oder sie hatten weniger starke oder kürzer dauernde Symptome. «Je mehr Umarmungen jemand bekam, umso besser war er vor Infekten geschützt», folgerte Studienleiter Sheldon Cohen zusammen.

Der Originalbeitrag von Ginette Wiget erschien in der Schweizer Familie.

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