Unsere Gesundheit in Zahlen

Kürzlich hat das Bundesamt für Statistik (BFS) ein kleines Büchlein veröffentlicht mit dem Titel «Gesundheit – Taschenstatistik 2019», das Sie hier als PDF herunterladen können. Unter diesem für trockene Zahlen typisch bescheidenen Titel verbirgt sich jedoch ein äusserst nützlicher Fundus an Informationen über den Gesundheitszustand der Schweizer Bevölkerung. Es handelt sich dabei um die bei der Drucklegung im November 2019 aktuellsten verfügbaren Zahlen.

Die Struktur der Publikation widerspiegelt die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Bereichen der Gesundheitsstatistik und umfasst die folgenden vier Hauptbereiche: 

  • die Gesundheitsdeterminanten, d.h. insbesondere die sozialen Verhältnisse und das gesundheitsrelevante Verhalten 
  • die verschiedenen Aspekte des Gesundheitszustands der Bevölkerung 
  • das Gesundheitswesen sowie die Inanspruchnahme der diversen angebotenen Versorgungsleistungen 
  • die Kosten und die Finanzierung des gesamten Gesundheitswesens 

In der Publikation erfahren Sie z.B. dass «je ungünstiger die soziale Ausgangslage (z. B. gemessen am Bildungsniveau), desto schlechter der Gesundheitszustand. 30-jährige Männer mit einem tiefen Bildungsniveau weisen eine um 4,0 Jahre tiefere Lebens-erwartung auf als Männer gleichen Alters mit einem Universitätsabschluss. 3% der Bevölkerung können aus finanziellen Gründen wirklich nötige medizinische Versorgung, hauptsächlich zahnärztliche Pflege, nicht in Anspruch nehmen. Bei armutsgefährdeten Personen beläuft sich dieser Anteil auf 6%. »

Oder Sie finden dort Angaben über die physische Betätigung der SchweizerInnen: «76% der Bevölkerung waren 2017 körperlich aktiv ; das sind 14 Prozentpunkte mehr als 2002. 63% der Männer und 73% der Frauen geben an, auf ihre Ernährung zu achten. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung ist seit 1992 stabil geblieben. Der Anteil der Frauen, die täglich mindestens fünf Portionen Früchte und/oder Gemüse essen, ist doppelt so hoch wie bei den Männern (28% gegenüber 15%). »

Weitere Themen sind Übergewicht und Adipositas, Rauchverhalten und Alkoholkonsum, Lebenserwartung, häufigste Todesursache nach Alter und Geschlecht, Bluthochdruck nach Alter und Geschlecht, Zahlen zu Diabetes-Erkrankungen, Krebs oder Erkrankungen des Bewegungsapparates.

Das handliche Heft eignet sich also genauso zum Schmökern wie als Nachschlagewerk für alle, die gerne mit konkreten Zahlen argumentieren.

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