Rund eine halbe Million Diabeteskranke in der Schweiz sind zuviel

Diabetes oder Zuckerkrankheit gehören aktuell zu den am häufigsten gebrauchten Begriffe, wenn es um Gesundheit geht. Es gilt als die Volkskrankheit. Dabei handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung, die sich in einer erhöhten Konzentration von Zucker im Blut äussert. In der Schweiz leiden gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) «schätzungsweise rund eine halbe Million Menschen an den verschiedenen Formen von Diabetes».

Bei Diabetes mellitus – oder kurz Diabetes – ist der natürliche Prozess der Verarbeitung von Zucker beeinträchtig oder oder ganz unterbrochen. Im Blut entsteht ein Überschuss an Zucker. Bleibt dieser über längere Zeit unbehandelt, entstehen Folgeerkrankungen am Blutgefäss- und Nervensystem. Im Wesentlichen gibt es zwei Typen von Diabetes.

Am 14. November ist Weltdiabetestag

Der Weltdiabetestag wurde 1991 von der International Diabetes Federation (IDF) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als weltweiter Aktionstag eingeführt, um auf die steigende Verbreitung des Diabetes mellitus aufmerksam zu machen. Als Tag wurde der 14. November gewählt, das ist der Geburtstag von Sir Frederick Banting, der gemeinsam mit Charles Best 1922 das lebenswichtige Insulin entdeckte (Quelle: Wikipedia).

Auch in diesem Jahr führt diabetesschweiz wiederum ein attraktives Programm durch rund um dieses so wichtige Gesundheitsthema.

Was ist eigentlich Diabetes?

Rund 10 Prozent der Betroffenen leiden unter Diabetes mellitus Typ 1. Hierbei handelt sich um eine Autoimmunerkrankung. Diese Form von Diabetes tritt häufiger bereits bei Kindern und jungen Erwachsenen auf , kann aber Menschen in jedem Alter treffen. Die Entstehung von Typ-1-Diabetes gilt im Gegensatz zur Entstehung von Typ-2-Diabetes als nicht beeinflussbar. Meist spielen mehrere Faktoren dabei eine Rolle, wobei genetische Veränderungen die wichtigsten sind. Aktuell gilt diese Form von Diabetes als unheilbar; Betroffene brauchen bis ans Lebensende eine Zufuhr von Insulin.

Die weitaus häufigere Form – ca. 90 Prozent aller Diabetes-Fälle -ist aber Diabetes mellitus Typ 2. Sie gilt als eigentliche Wohlstandskrankheit, Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse zwar weiterhin Insulin, jedoch nicht genügend oder der Körper kann es nicht mehr wirksam verwenden, um Blutzucker in Energie umzuwandeln (Insulinresistenz). Die Entwicklung des Typ-2-Diabetes wird begünstigt durch Erbfaktoren, Übergewicht und Bewegungsmangel. Er tritt in den meisten Fällen erst ab einem Lebensalter von über 40 Jahren auf, man findet ihn aber auch zunehmend bei jüngeren Menschen mit starkem Übergewicht.

Überernährung und Übergewicht häufigste Ursache von Diabetes Typ 2

Es gilt heute als erwiesen, dass jahrelange Überernährung verbunden starkem Übergewicht (Adipositas). die häufigsten Ursachen von Typ-2-Diabetes sind. Auf diesem Wohlstandssyndroms treffen verschiedene Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Adipositas, Fettstoffwechselstörung und Zuckertoleranzstörung aufeinander. Dies führt zu einer sogenannten Insulinresistenz. Muskel- und Fettzellen nehmen dabei Zucker nur erschwert auf, sodass ein erhöhter Insulinspiegel zur Glukoseverwertung in den Zellen erforderlich wird. Dadurch erhöht sich das Hungergefühl und die Folgen sind Adipositas und Einlagerungen von Plaques in der Gefässwand (Arteriosklerose).

Zu Beginn kaum Symptome feststellbar

Gemäss diabetesschweiz treten im Frühstadium des Diabetes Typ 2 kaum äusserliche Anzeichen und Symptome auf. Die Diagnose der Krankheit wird häufig erst gestellt, wenn die ersten Komplikationen der Erkrankung (wie z.B. schlecht heilende, infektionsanfällige Wunden oder Sehstörungen) feststellbar werden. Erste Anzeichen sind Müdigkeit, Durst, häufiges Wasserlösen und schlechte Wundheilung.

Die Behandlung beim Typ-2-Diabetes besteht in einer ausgewogenen Ernährung, unterstützt durch regelmässige körperliche Aktivität. Lassen sich die erhöhten Blutzuckerwerte mit diesen Massnahmen nicht normalisieren, werden Tabletten eingesetzt. Wird auch damit keine gute Blutzuckereinstellung erreicht, wird eine Therapie mit Insulin notwendig.

Das sollte man tun bei Diabetes Typ 2

In einem im letzten Jahr erschienen Bericht im Beobachter online zum Thema Diabetes empfehlen sich folgende Massnahmen gegen Diabetes Typ 2:

  • bei Übergewicht: abnehmen
  • mehr Bewegung im Alltag (zu Fuss gehen, Treppen statt Lift benützen)
  • moderate körperliche Aktivität dreimal pro Woche während 30 bis 45 Minuten (zum Beispiel zügiges Gehen, Velofahren, Schwimmen)
  • zu jeder Hauptmahlzeit Vollkornbrot, Getreideprodukte, Kartoffeln oder Hülsenfrüchte
  • reichlich frisches Gemüse, Salat und Früchte (zirka fünf Portionen pro Tag)
  • Süssigkeiten massvoll, dafür aber mit Genuss
  • Proteinbeilagen wie mageres Fleisch, Geflügel, Fisch, Milchprodukte, Eierspeisen, Tofu, Yasoja, Cornatur et cetera gehören zu jedem Mittag- und Abendessen
  • für die Mahlzeitenzubereitung Verwendung von Rapsöl oder Olivenöl
  • Vermeidung von fettreichen Nahrungsmitteln wie Wurstwaren, Fertigprodukten und Desserts
  • mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit in Form von ungezuckerten Getränken (Mineralwasser, Lightgetränke, Tee und Kaffee)

Und hier gibt es mehr Informationen und einen Risikotest

Mehr über Diabetes gibt es bei diabetesschweiz, wo Sie auch Ihr Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken testen können und beim Bundesamt für Gesundheit (BAG).

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