Dr. Rinderknecht ist jetzt 50 Kilo leichter

Dr. med. Bernhard Rinderknecht ist Gynäkologe mit eigener Praxis und Leiter eines Speziallabors in Basel. Vor 15 Jahren hat er sich entschlossen, sein mit 133 Kilogramm massives Übergewicht anzugehen. Über intensives Studium hat er – quasi im Selbstversuch – 50 Kilogramm abgenommen und hält sein Normalgewicht seit Jahren. Bewegung hat bei diesem Selbstversuch eine grosse Rolle gespielt.

«Befreie dich (auch vom überschüssigen Körperfett), indem du dir kritische vielfältige und vielschichtige Gedanken machst über deinen Alltag und abwechslungsreiche, spielerisch-neugierig-entdeckerische Bewegungsfreude in der Natur suchst und findest.» schreibt er in seinem Buch «Schlank werden – schlank bleiben; Ein Arzt im Selbstversuch», das Sie hier für CHF 22.00 online bestellen können.

Über das Buch von Rinderknecht und seine Erfahrungen mit seinem neuen Körpergefühl hat auch der Tages-Anzeiger ausführlich berichtet. Dort sagt Rinderknecht:«Es gibt nicht den einen, ultimativen Tipp. Mein Weg lässt sich nicht in einem Satz erzählen.» Vielmehr hat er systematisch wissenschaftlich Studien zum Thema gelesen und nach Daten gesucht von Menschen die erfolgreich abgenommen haben und das Gewicht halten konnten. Dies gelinge im Schnitt aber nur etwa jedem Zehnten. Bei seinen Recherchen sei er auf das amerikanische National Weight Control Registry mit Daten von über 10’000 Menschen gestossen. Die Wissenschaftler hätten herausgefunden, dass die grosse Mehrheit der Menschen, die erfolgreich abgenommen hatten, sich durchschnittlich eine Stunde pro Tag bewegte. Wobei damit nicht gemächliches Spazieren gemeint sei, sondern ein leichtes Ausdauertraining. «Bewegung ist der Schlüssel für ein gesundes Körpergewicht», sagt Bernhard Rinderknecht im TA-Beitrag. Die Kalorienbilanz werde zwar durchs Essen stärker beeinflusst als durch Sport. «Eine Tafel Schokolade hat rund 500 Kalorien und ist in zwei Minuten gegessen. Um diese Kalorien wieder zu verbrauchen, muss man 60 Minuten joggen.» Dennoch sei Bewegung wichtiger als eine Diät. Denn regelmässiger Sport verbessere das Körpergefühl. Man nehme besser wahr, wenn man satt sei. Ausserdem wirke Bewegung stimmungsaufhellend und stabilisierend auf die Psyche. «Das Frustessen wird weniger, man kann den Stress besser abbauen.» Bewegung müsse aber mit Sinnhaftigkeit und Freude verbunden sein, damit die Motivation nicht wegfällt.«Sie müssen Ihren inneren Freudenhund aktivieren, nicht den Schweinehund überwinden» sagt der Arzt aus eigener Erfahrung.

Dass Übergewicht nicht nur am Selbstwertgefühl knabbern, sondern gravierende gesundheitliche Folgen haben kann, ist in einem kürzlich in Focus online erschienenen Beitrag nachzulesen. Dort erklärt die Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie Anna Fleck, wie Extrapfunde den Körper ruinieren. Sie widerlegt anhand vieler Studien das Märchen vom gesunden dicken Menschen und stellt neben erhöhtem Risiko von Diabetes- und Herz-Kreislauferkrankungen auch Krebs, Depressionen und Demenz in einen Zusammenhang mit Zuviel an Körpergewicht. Der Beitrag enthält eine Reihe von Links auf entsprechende Studien (teilweise in englischer Sprache) mit erschreckenden Erkenntnissen. Tröstlich ist jedoch, dass das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen mit erfolgreicher Gewichtsabnahme senkbar ist.

Wie das geht, hat Dr. Rinderknecht in seinem Selbstversuch gezeigt. Auch der mediX-Blogger weiss aus eigener Erfahrung, wie viel besser man sich fühlt, wenn man weniger Gewicht schleppen muss. Ich habe mit einer Ernährungsumstellung und viel Bewegung innert 2 Jahren 45 Kilogramm abgenommen und mein Gewicht im letzten Jahr halten können.

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