Am 9. November ist Grippe-Impftag

Die Grippe ist nicht zu unterschätzen

In der letzten Grippesaison 2017/18 führte die saisonale Grippe zu weit über 300 000 grippebedingten Arztkonsultationen – so viele wie schon seit mehreren Jahren nicht mehr. Mit einer  Grippeimpfung könnten viele dieser Fälle und auch dar­aus folgende Spitalaufenthalte vermieden werden. Dennoch ist die Impfrate in der Schweiz nach wie vor tief.

Dies soll mit dem alljährlichen Grippe-Impftag anders werden. Denn die Grippe ist keine Bagatelle: In der Bevölkerung verwechseln nämlich viele Personen die saisonale Grippe mit einer (mehr oder weniger harmlosen) Erkältung. Ein Schnupfen mit Halsweh ist jedoch definitiv keine Grippe. Eine Grippe äussert sich durch einen akuten Beginn und hohes Fieber von oft über 39 ºC. Betroffene Personen leiden nicht selten mehr als unter starken Symptomen und verbringen die meiste Zeit im Bett.

Am 9. November ist nationaler Grippeimftag

Der diesjährige Grippeimpftag findet am Freitag, 9. November 2018, statt. Erstmals steht er unter dem Patronat der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) und wird in Kooperation mit dem Schweizerischen Apothekerverband (pharmaSuisse) durchgeführt.

Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?

Das BAG (Bundesamt für Gesundheit) empfiehlt eine Impfung gegen Grippe für folgende Personen:

A: Personen mit einem erhöhten Komplikationsrisiko bei einer Grippeerkrankung. Für diese Gruppe werden die Kosten der Impfung von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen. Dies sind:

  • Personen ab 65 Jahren;
  • Schwangere Frauen und Frauen, die in den letzten 4 Wochen entbunden haben;
  • Frühgeborene (geboren vor der 33. Woche oder mit einem Geburtsgewicht unter 1500 g) ab dem Alter von 6 Monaten für die ersten zwei Winter nach der Geburt**;
  • Personen (ab dem Alter von 6 Monaten) mit einer der folgenden chronischen Erkrankungen: Herzerkrankung; Lungenerkrankung (z. B. Asthma bronchiale); Stoffwechselstörungen mit Auswirkung auf die Funktion von Herz, Lungen oder Nieren (z. B. Diabetes oder morbide Adipositas, BMI ≥40); neurologische (z. B. M. Parkinson, zerebrovaskuläre Erkrankung) oder muskuloskelettale Erkrankung mit Auswirkung auf die Funktion von Herz, Lungen oder Nieren; Hepatopathie; Niereninsuffizienz; Asplenie oder Funktionsstörung der Milz (inkl. Hämoglobinopathien); Immundefizienz (z. B. HIV-Infektion, Krebs, immunsuppressive Therapie)
  • Patientinnen und Patienten in Alters- und Pflegeheimen und in Einrichtungen für Personen mit chronischen Erkrankungen.

B: Personen, welche in der Familie oder im Rahmen ihrer privaten oder beruflichen Tätigkeiten regelmässigen Kontakt haben mit:

  • Personen der Kategorie A;
  • Säuglingen unter 6 Monaten (diese haben ein erhöhtes Komplikationsrisiko und können aufgrund ihres Alters noch nicht geimpft werden).
  • Die Grippeimpfung ist insbesondere empfohlen für alle Medizinal- und Pflegefachpersonen, alle im paramedizinischen Bereich tätigen Personen, Mitarbeitende von Kinderkrippen, Tagesstätten sowie Alters- und Pflegeheimen, inklusive Studierende sowie Praktikantinnen und Praktikanten.
  • Die saisonale Grippeimpfung kann ebenfalls für alle Personen in Betracht gezogen werden, die ihr Risiko für eine Grippeerkrankung aus privaten und/oder beruflichen Gründen vermindern möchten.

Wo kann man sich impfen lassen?

Am nationalen Grippeimpftag vom 9. November können sich alle impf­interessierten Personen auch spontan zu einem empfohlenen Pauschalpreis («all inclusive») von 30 Franken gegen die Grippe impfen lassen – z.B. auch in einer mediX-Praxis. Die für Sie am besten gelegene Praxis im Raum Zürich finden Sie auf der Webseite der mediX-Praxen. Sie können sich dort übrigens auch nach dem nationalen Impftag gegen Grippe impfen lassen.

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