10 bis 100 Billionen Bakterien leben in unserem Darm

Das vor rund einem Jahr gegen die wachsende Monopolisierung im Medienwesen gegründete Schweizer Online-Magazin «Republik» einem Thema gewidmet, das zwar nicht besonders appetitlich, aber dafür nicht weniger wichtig für unsere Gesundheit ist: den Billionen von Bakterien in unseren Därmen.

Wissenschaftlerinnen hätten in den vergangenen Jahren immer mehr Hinweise gefunden, dass schwere Krankheiten mit den Darmbakterien eines Patienten zusammenhängen könnten: von Diabetes bis Leberzirrhose, von Autismus bis Depression, heisst es in diesem lesenswerten Artikel in der «Republik». Und weiter: Die Medizin betrachte das Mikrobiom, d.h. die Vielfalt der Bakterien in unseren Därmen, mittlerweile als Organ – als abgegrenzte Einheit des menschlichen Organismus, mit lebenswichtigen Funktionen. Manche gingen sogar so weit, darin eine der drei Säulen menschlicher Gesundheit zu sehen, zusammen mit den Genen und dem Immunsystem.

Noch kenne man aber diejenige Zusammensetzung der Darmbakterien nicht, die für optimale Gesundheit sorgen könne, da die Unterschiede von Mensch zu Mensch, von Darm zu Darm zu gross seien. Sicher sei nur, das eine vielfältige die Bakterienkultur innerhalb eines Darms vorteilhaft sei für die Gesundheit. Fehlten gewisse Arten, so könne das negative Folgen haben – bis hin zu verringerter Überlebenschance bei einigen Krebsarten.

In diesem wichtigen Forschungsbereich mischt auch die Schweiz tüchtig mit. So entwickelt das Schweizer ETH-Start-up  Pharmabiome ein künstliches Standard-Mikrobiom, eine Art Darm-Cocktail, der alle wichtigen Bakterienstämme enthalten soll.

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