Winter-Blues oder echte Depression

Im Winter sind die Tage kurz, oft fehlt die wärmende Sonne und man sehnt sich nach Licht. In diesen Zeiten sind düstere Stimmungen nicht selten, man fühlt sich am Morgen schlecht gelaunt, hat keine Lust auf nichts und möchte am liebsten einfach weiterschlafen. Viele Leute, die unter solchen Anzeichen leiden, sagen dann gemeinhin, sie seien etwas depressiv oder hätten eine kleine Depression. Aber im Unterschied zu einer wirklichen Depression genügt es bei einem einfachen Winter-Blues meist, etwas Aktives zu unternehmen, an die frische Luft zu gehen, mit Freunden einen fröhlichen Abend zu verbringen oder in den Bergen Sonne zu tanken.

Wie äussert sich eine Depression?

Anders als solche normalen und meist vorübergehenden Beeinträchtigungen der Gemütslage ist die Depression eine Krankheit, welche die Gefühle, das Denken, das Verhalten und die Körperfunktionen der Betroffenen tiefgreifend und langfristig verändert. Sie bedeutet grosses Leid für die Betroffenen und ihre Angehörigen.

Depressionen gehören in Industrieländern zu den häufigsten Krankheiten überhaupt. Etwa 15 bis 20 von 100 Menschen erkranken in ihrem Leben mindestens einmal an einer Depression oder einer chronisch depressiven Verstimmung. Mindestens jeder zweite an Depression Erkrankte denkt daran, sich das Leben zu nehmen. Hinzu kommt, dass eine Depression auch das Auftreten anderer schwerwiegender Krankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Osteoporose und Diabetes begünstigt.

Die Depression ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern. Insbesondere bei schwerer Ausprägung lässt sie sich eindeutig von gewöhnlichen Verstimmungszuständen unterscheiden. Die depressive Stimmung ist nämlich meist begleitet von Freudlosigkeit und Antriebsmangel, von Schuldgefühlen, negativem Denken, Schlaf-, Appetit- und Gewichtsstörungen. In vielen Fällen kann das seelische Leid so unerträglich werden, dass die Betroffenen ihrem Leben ein Ende setzen wollen.

Wie können Depressionen behandelt werden?

Depressionen sind grundsätzlich gut behandelbar. Bei leichten Depressionen ist es möglich, zunächst 2 Wochen abzuwarten, ob die Beschwerden von selbst wieder abklingen. Es ist dabei aber wichtig, dass Sie mit Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin im Dialog bleiben und berichten, wie Sie sich fühlen.  Bei mittelschweren oder schweren Depressionen ist eine ärztliche Behandlung erforderlich. Je früher die Therapie beginnt, umso besser sind die Aussichten, die Depression zu überwinden. Die wichtigsten Säulen der Behandlung sind die Psychotherapie und die Behandlung mit antidepressiven Medikamenten.

Bei mediX.ch gibt es zum Thema Depression – wie übrigens zu vielen anderen medizinischen Fragen – ein ausführliches Gesundheitsdossier. Das Gesundheitsdossier „Depressionen – Ein Ratgeber für Betroffene und Angehörige“ mit vielen Informationen über die Ursachen, Formen und Behandlungsmöglichkeiten von Depressionen, können Sie hier als PDF herunterladen.

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