Wie die aktuelle Hitzewelle die Wirkung von Medikamenten beeinflusst

Die Pille und auch andere Arzneimittel können allenfalls ihre Wirkung verlieren oder verändern, wenn sie bei der gegenwärtigen Hitzewelle nicht richtig gelagert werden, schreibt geo.de in einem äusserst aktuellen Online-Beitrag. Hohe Temperaturen könnten – so GEO – auch Medikamenten schaden: Manche könnten schmelzen, andere veränderten sich und einige verlören sogar ganz ihre Wirkung, ist dort zu lesen.

Besonders betroffen seien bei starker Erwärmung, z.B. im Auto im Freien oder besonders warmen Innenräumen – Dosieraerosole oder Zäpfchen. Diese könnten sogar ganz ihre Wirkung verlieren. Besonders tückisch ist die Tatsache, dass man nicht allen Medikamenten ansieht, dass sie sich bei Hitze verändert haben. Generell gilt: Arzneimittel sollten nicht über längere Zeit bei mehr als 25 Grad Celsius gelagert werden.

Besondere Vorsicht ist bei der Anti-Baby-Pille geboten. Wie auch andere Hormonpräparate haben diese aufgrund ihrer Wirkstoffzusammensetzung eine höhere Temperaturempfindlichkeit und sollten nie höheren Temperaturen ausgesetzt werden. Bei mehr als 25 Grad können sie sonst ihre Wirkung verlieren.

Arzneimittel sollten generell kühl und trocken gelagert werden – aber nicht kalt. Besonders gut geeignet sind trockene Kellerräume. Wer bei den zurzeit herrschenden Temperaturen mit dem Auto unterwegs ist, sollte ausserdem seine Medikamente gekühlt transportieren, z.B. in einer Kühltasche mit Kühlelementen. Im Innere von Autos es nämlich leicht bis zu 70 Grad heiss werden. Allerdings sollten die Medikamente nicht direkt mit den gefrorenen Kühlelementen in Kontakt kommen, denn auch eisige Kälte kann ihnen Schaden zufügen.

Knapp 5 Prozent der ärztlich verordneten Medikamente seien besonders wärmeempfindlich, schreibt GEO. Manche müssen sogar bei unter 8 Grad Celsius gehalten werden, um wirksam zu bleiben. Dazu gehören beispielsweise Impfstoffe gegen Masern, Mumps, Röteln und Gelbfieber sowie diverse Dosieraerosole gegen Asthma, Insulin und auch Glaukom-Augentropfen. Bei Insulin empfiehlt der Fachmann, im Auto einen kleinen Kühlschrank mitzunehmen, um eine ausreichende Kühlung sicherzustellen.

Ein besonderes Phänomen ist bei rezeptpflichtigen Schmerzpflaster zu beachten. Diese geben bei hohen Temperaturen ihre Wirkstoffe schneller ab als gewöhnlich. Dies könne zu Übelkeit, Erbrechen und Kreislaufbeschwerden führen. Dasselbe gelte übrigens auch für Nikotin-Pflaster, schreibt GEO.

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