Homöopathie neu gedacht

Eine deutsche Ärztin und überzeugte Homöopathin mit eigener Praxis will ein Buch schreiben über die Vorteile der Homöopathie. Im Rahmen ihres Buchprojekts stürzt sie sich mit grossem Engagement in die verfügbaren Quellen und analysiert die vorhandenen Studien. Erstmals – wie sie sagt – befasste sie sich auch ernsthaft mit den Argumenten der Kritiker. Und wird im Verlauf ihrer Recherchen vom Paulus zum Saulus.

Auf ihrer Website «Homöopathie neu gedacht» schreibt Dr. med. Natalie Grams denn auch: «Ich wollte ursprünglich ein Buch schreiben, das endlich alle Kritiker und Zweifler von der Homöopathie überzeugt. Und was ist geschehen? Ich bin von jenen, bzw. von den Argumenten gegen die Homöopathie, überzeugt worden.»

Sie wolle aber die Homöopathie nicht abkanzeln, sondern zeigen, warum wir dennoch – auch und gerade heute noch – etwas von ihr lernen könnten, schreibt Grams in ihrem Blog. In vielen Fällen seien nämlich die Schulmediziner in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit nicht in der Lage, Stressfaktoren bei den PatientInnen zu eruieren, die zu den körperlichen Beschwerden führen. Deshalb, so meint sie im  kürzlich in der SonntagsZeitung erschienenen Interview «Homöopathie hat keine Zukunft», müsste sich die traditionelle Medizin einfach die Herangehensweise der Homöopathie an die PatientInnen zum Vorbild nehmen – und in die moderne Medizin integrieren. Dafür sei die Zeit nämlich überfällig.

Wie auch immer man zur Homöopathie stehen mag: das Buch «Homöopathie neu gedacht. Was Patienten wirklich hilft» ist in jedem Fall lesenswert.

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2 Antworten auf Homöopathie neu gedacht

  1. Sturzenegger Margrit sagt:

    Zuerst einmal wünsche ich auch allen frohe Weihnachten und viel Glück und Zufriedenheit im Neuen Jahr.
    Auch finde ich es eine Superidee in Altstetten eine neue Zweigstelle zu eröffnen und dass die Homöopatie endlich ernster
    genommen wird. Sie hat mir nämlich schon in verschiedensten Fällen geholfen!

  2. Heinz Schultze sagt:

    Ignoranz ist ein Wesensmerkmal des Lebewesens. Es blendet aus und lässt nur das durch was es braucht.
    Und je nachdem was wir erreichen wollen, blenden wir das eine oder das andere aus. Deshalb, auch wenn der Blog/Inofs von einer Ärztin ist/sind, welche sich nach längerer Zeit der Ignoranz gegenüber der Effekte Ihrer Behandlung langsam bewusst wird, heisst das noch lange nicht, dass Sie jetzt besser Bescheid weiss, eher, etwas anderes.
    Ich weiss einfach aus meiner Erfahrung, und schlussendlich bauen wir auf unseren Erfahrungen auf, dass mir die Homeopatie mal geholfen hat, effizient und signifikant. Ich weiss auch, dass mir die moderne Medizin auch schon nicht geholfen hat. Oder dass Grippe-Impfungen auch nicht erhaben sind. und so weiter, würde ich jetzt sagen, dass diese Medizin nicht hilft? Wohl kaum. Ich kenne genug Menschen, welche sagen, die Ärzte wissen nicht was ich habe, konnen mir auch nicht helfen. Mal geben Sie mir das, mal das so ist die Welt und Dogmatismus ist definitiv der Falsche Ansatz um Heilvorgänge zu verstehen zu wollen. Ich würde mir wünschen, dass die Medix sich von derartigen pauschalisierenden Ansichten und Autoren eine Differenzierte Betracuhtungsweise einnehmen kann, und dann würden Sie sich für Patienten realer und ehrlicher positionieren. Ich glaube, dann würde die Medizin auch weiter kommen. Ich empfehle die Fernsehserie „The Knick“ zu schauen, damals dachten sie auch, dass sie sehr modern waren. Nichts destro trotz: gut das es interessierte Mediziner gibt, welche sich um die Gesundheit der Patienten bemühen! Lieben Dank, auch wenns nicht immer so klappt wie es sollte und sie dazu stehen.

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