Diagnose Krebs – und dann?

Psychiater stellten in ihrer psychotherapeutischen Tätigkeit mit krebskranken Menschen immer wieder fest, dass ein gewisses Mass an Verdrängung helfen könne, die Ängste zu reduzieren. Werde die Verleugnung aber zu absolut, müssten die Betroffenen zu viel Energie aufwenden, um offensichtliche Widersprüche zu überbrücken. Das könne ihren Lebensgenuss übermässig einschränken, womit ein Stück Lebensqualität verloren gehe. Ihre positive Wirkung verliere die Verleugnung dann, wenn sie einen davon abhalte, professionelle Hilfe zu beanspruchen; dies liest man in einem gut recherchierten Artikel im Beobachter zum richtigen Umgang mit der Diagnose Krebs. Auf der Gesundheits-Website des Beobachters gibt es übrigens regelmässig interessante Beiträge zum Thema.

Am Beispiel von Marianne Frei (Name von der Redaktion geändert), die vor einem Jahr die Diagnose Brustkrebs erhielt, zeigt die Autorin Pascale Gmür, wie es der PatientIn seither ergangen ist. Obwohl sie sich weder körperlich noch seelisch von Operation und späterer Chemotherapie erholt habe, spiele sie ihrer Umgebung oft etwas anderes vor: «Anfangs habe ich offen über meine Krankheit und die plötzlichen Veränderungen in meinem Leben gesprochen. Aber ich fühlte mich von meinen Freundinnen abgewiesen und nicht ernst genommen. Nun verstelle ich mich halt: Wenn ich unbeschwert wirke, reagiert meine Umgebung wie früher.»

Ein solches Verhalten sei durchaus häufig anzutreffen, ist im Artikel zu lesen. Psychiater stellten in ihrer psychotherapeutischen Tätigkeit mit krebskranken Menschen immer wieder fest, dass ein gewisses Mass an Verdrängung helfe, Ängste zu reduzieren. Werde die Verleugnung aber zu absolut, müssten die Betroffenen zu viel Energie aufwenden, um offensichtliche Widersprüche zu überbrücken. Das könne ihren Lebensgenuss übermässig einschränken, womit ein Stück Lebensqualität verloren gehe. Ihre positive Wirkung verliere die Verleugnung dann, wenn sie einen davon abhalte, professionelle Hilfe zu beanspruchen.

Möchten Sie mehr erfahren über das Thema Sie können den vollständigen Artikel hier im Beobachter online lesen oder hier als PDF herunterladen.

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Ein Kommentar zu Diagnose Krebs – und dann?

  1. Erich Bloch sagt:

    Die totale Verdrängung ist nicht hilfreich, im Gegenteil, man kommt in einen Rechtfertigungszwang.Dies kann zu verstärkten Depressionen führen.

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