Demenz-Kranke in der Schweiz – mehr als bisher angenommen

Demenz sei gemäss der Vereinigung alzheimer schweiz und gemäss internationalen Definitionen ein Krankheitsbild, das meist als Folge einer chronisch fortschreitenden Erkrankung des Gehirns auftrete und sich durch eine Störung von mehreren Hirnleistungsbereichen äussere. Diese Bereiche seien: Aufmerksamkeit, Sprache, Lernen und Gedächtnis, sogenannte Exekutivfunktionen (Planen, abstraktes Denken, Einsatz von Strategien, Problemlösung), Wahrnehmungsleistungen und Fähigkeiten der sozialen Interaktion. Die demenzbedingten Störungen schränkten die betroffene Person in ihren Aktivitäten des täglichen Lebens und/oder des Berufs ein, heisst es dort.

Nun schreibt die SonntagsZeitung kürzlich in einem Beitrag, dass in der Schweiz mehr Menschen als bisher angenommen an Demenz erkrankt seien – und dass die Zahl weiter steige. (Den SonntagsZeitung-Artikel von Simon Widmer und Joseph Khakshouri können Sie sich hier als PDF herunterladen.) Dieses Wachstum hat Auswirkungen auf des gesamte Gesundheitssystem. Stefanie Becker, Geschäftsführerin der Schweizerischen Alzheimer Vereinigung ALZ äussert sich dazu in der SonntagsZeitung: «Die Politik muss sich darauf einstellen, dass künftig mehr Menschen mit Demenz ge­pflegt und betreut werden müs­sen.» Dabei reiche es nicht, zusätzliche Pflegeplätze zu schaffen. «Es fehlt auch an Ange­boten, die Demenzkranken ermög­lichen, möglichst lange in der eige­nen Wohnung zu bleiben», sagt sie. Gerade diese Angebote wür­den helfen, die Kosten zukünftig im Rahmen zu halten.

Welche Symptome können auf eine Demenz hindeuten, wie wird eine Demenz diagnostiziert, wie ist der Krankheitsverlauf, wo können Betroffene und ihre Angehörigen Unterstützung erfahren und was können sie selbst tun? Zu diesen und weiteren Fragen im Zusammenhang mit Demenz gibt das mediX-Gesundheitsdossier «Demenz – Ein Ratgeber für Betroffene und Angehörige» Antworten. Das Gesundheitsdossier können Sie sich hier als PDF herunterladen.

Demenzen entwickeln sich meist langsam über Monate und Jahre. Folgende Symptome können erste Anzeichen für eine Demenz sein:

  • Vergesslichkeit
  • Sprachprobleme (z.B. Wort ndungsstörung, Verlust des «roten Fadens»)
  • zeitliche und räumliche Orientierungsprobleme
  • Schwierigkeiten mit gewohnten Handlungen im Alltag (Bedienen von Geräten, Verlegen von Gegenständen)
  • Eingeschränkte Urteilsfähigkeit
  • Probleme mit abstraktem Denken
  • Stimmungs- und Verhaltensänderungen
  • Verlust der Eigeninitiative (Antriebsschwäche)

Sollten Sie einzelne dieser Veränderungen an sich feststellen, bedeutet das nicht gleich, dass Sie an Demenz erkrankt sind. Wenn sie aber zunehmend Ihren Alltag erschweren, ist es ratsam, Ihre HausärztIn für eine genauere Abklärung aufzusuchen.

Umfassende Informationen erhalten Sie bei den kantonalen Sektionen der Schweizerischen Alzheimervereinigung, bei der Spitex, bei Pro Senectute oder dem Schweizerischen Roten Kreuz. Das Alzheimer-Telefon der Schweize-rischen Alzheimervereinigung: 024 426 06 06, Mo–Fr: 8–12 und 14–17 Uhr

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