Auf der Suche nach der besten medizinischen Versorgung

Der rasante medizinische Fortschritt des letzten Jahrhunderts hat nicht nur die Lebenserwartung steigen lassen, sondern auch die Anzahl chronischer Erkrankungen und multimorbider (mehrfachkranker) PatientInnen. Die zunehmende Spezialisierung zu einer hohen Zergliederung des Gesundheitssystems geführt. Dies birgt die Gefahr einer medizinischen Fehl- oder Überversorgung sowie eines tiefen Kosten-Nutzen-Verhältnisses.

Dieser Herausforderung ist nicht allein durch weitere medizinische Fortschritte und damit durch Grundlagen- und klinische Forschung zu begegnen. Es braucht vielmehr eine Forschung, die untersucht, wie das System der medizinischen Versorgung unter Alltagsbedingungen idealerweise zu gestalten ist, um für PatientInnen optimale Ergebnisse zu liefern: das richtige Mass an Medizin, zum richtigen Zeitpunkt, für die jeweilige PatientIn.

Der wissenschaftliche Artikel in der Therapeutischen Rundschau «Versorgungsforschung: das richtige Mass an Medizin, zum richtigen Zeitpunkt für den richtigen Patienten» von Thomas Rosemann, Stefan Neuner-Jehle und Leander Muheim vom Institut für Hausarztmedizin am Universitätsspital Zürich stellt anhand eines Beispiels dar, wie die Diabetesbetreuung in der Schweiz durch Versorgungsforschung optimiert wird.

Der Beitrag kommt zum Schluss, dass «die Versorgungsforschung (..) für die Gesundheitspolitik ein wichtiges Instrument (ist). Damit ein effizienteres  Gesundheitssystem entstehen kann, muss sich die Gesundheitspolitik weniger an Partikularinteressen orientieren, sondern der Evidenz mehr Beachtung schenken.»

Wer sich den wissenschaftlichen Text gerne in vollem Umfang zu Gemüte führen möchte, kann diesen hier als PDF herunterladen.

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