Wir sind mehr als 15 Prozent günstiger bei qualitativ hochstehender Medizin

Vor kurzem hat Santésuisse – einer der Verbände, der die Kranken-Versicherer vertritt – Kostenzahlen zum Schweizer Gesundheitswesen veröffentlicht. Die NZZ am Sonntag hat dazu der Verbandsdirektorin Verena Nold in einem Artikel eine Plattform dafür geboten, vor allem die Gruppenpraxis als Kostentreiber verantwortlich zu machen.

In Hinblick auf die Eröffnung der mediX Praxis Altstetten vom 2. Mai 2016 haben wir Felix Huber gefragt, wie seriös diese Aussagen sind, ob Gruppenpraxen zu teuer sind und ob er die Eröffnung einer weiteren Grosspraxis  in der Grundversorgungvor dem Hintergrund steigender Kosten ethisch verantworten kann.

Die Zahlen der Santésuisse seien eine Mischung von Werten, die man so nicht vergleichen könne. Unter dem Begriff «Gruppenpraxis» habe die Santésuisse alles eingepackt, wo ÄrztInnen gemeinsam eine Praxis betreiben. Darunter seien eben auch Praxen von Spezialisten und andere Gemeinschaftspraxen mit hohen Kosten.

Gemäss Huber sei aber Tatsache, dass Gruppenpraxen von Hausärzten, an die sich die PatientInnen bei Erkrankung immer zuerst wenden müssen, deutlich günstiger sind als der Durchschnitt. Dies – so Huber – hätte sich selbst aus den ohnehin nicht sehr aussagekräftigen Zahlen der Santésuisse ablesen lassen, wenn man die Unterkategorien analysiert hätte. Eigene Zahlen zeigen darüber hinaus, dass mediX-Praxen im Schnitt um 15 bis 20 Prozent günstiger sind als der Durchschnitt -und dies bei sehr hoher Qualität der ärztlichen Leistungen. Alle mediX-Praxen sind daher auch von EQUAM qualitätszertifiziert oder stehen vor einer Zertifizierung.

Leserbrief in der NZZ am Sonntag

Im März hat sogar die NZZ am Sonntag unter dem Titel „Warnung vor der Gruppenpraxis» die irreführenden Santésuisse-Zahlen veröffentlicht. Am 13. März 2016 ist daraufhin in der gleichen Zeitung von Dr. med. Christian Marti, Verwaltungsratspräsident der mediX-Gruppenpraxis, Zürich ein Leserbrief erschienen, den wir Ihnen nicht vorenthalten möchten:

«Mit dem Titel ‹Warnung vor der Gruppenpraxis› verleiht ein ‹NZZ am Sonntag›-Artikel sämtlichen Gruppenpraxen die Etikette: «Dies sind starke Kostentreiber!» So unseriös diese Pauschalisierung ist, so sehr teilen wir als mitarbeitereigene Gruppenpraxis die Befürchtung des Krankenkassenverbandes, dass gewisse Investoren das Gesundheitswesen ausbeuten können und werden – wie dies auch einzelne Ärzte seit je tun.

Gruppenpraxen sind zu einem Tummelfeld für Investoren aller Art geworden, wie Hirslanden-Kette, Migros, anonyme Beteiligungsgesellschaften und notabene Krankenversicherungen selber. Investoren stehen für ganze bestimmte Geschäftsmodelle. Wichtig und fairer wäre es, Kostenvergleiche nach Investoren aufzuschlüsseln. Dabei ist zwingend mit zu berücksichtigen, ob Leistungserbringer eine Budgetmitverantwortung gegenüber den Versicherungen tragen oder nicht, was der Kassenverband anscheinend unterlassen hat.

Den zitierten Daten fehlt jede Beweiskraft. Dass der Kassenverband jährlich massiv mehr Honorare an Gruppenpraxen bezahlt, zeigt nur, wie rasant der Marktanteil der Gruppenpraxen zulasten der Einzelpraxen steigt, beweist aber keine Kostentreiberei. Die Durchschnittskosten von Gruppenpraxen, wo Haus- und Spezialärzte zusammenarbeiten, mit jenen von reinen Hausarztpraxen zu vergleichen, ist zudem ein primitiver methodischer Fehler.

Kein Ruhmesblatt für eine Zeitung, die sonst weitherum geschätzt wird für differenzierte Analysen und Kommentare.»

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