Warum Hausarzt sein ein toller Beruf ist

Matthias Berger ist Hausarzt in der Praxis Bubenberg in Bern, einer grossen Gemeinschaftspraxis aus dem mediX-Netzwerk. In der SonntagsZeitung hat er dem Journalisten Felix Straumann aus aktuellem Anlass erzählt, wieso er seinen Beruf liebt.

Seine Arbeit als Hausarzt sei sehr vielfältig. Er habe jeden Tag Patientinnen und Patienten im Alter von 18 bis 95 Jahren und ganz unterschiedlichen Krankheitsbildern. Berger sagt: «Oft kommen Menschen mit Beschwerden, die sie verunsichern. Mir gefällt dann die klärende und beratende Funktion, die ich einnehmen kann. Es macht mir nichts aus, dabei gewisse Zusammenhänge jedem neu zu erklären. Etwa, dass bei einer Erkältung Antibiotika das Falsche sind. Ich finde es befriedigend, wenn die Patientin oder der Patient am Ende beruhigt das Praxiszimmer verlässt.»

Was ihn vom Spezialisten unterscheidet? Er wisse natürlich bei vielen Krankheiten weniger als diese. Aber gerade bei älteren Menschen sie es wichtig, den Blick auf den ganzen Menschen zu bewahren und die Zusammenhänge zu erkennen.

An der Gruppenpraxis schätze er neben seinem festen Patientenstamm – von dem er viele sehr gut kenne und regelmässig Kontakt habe – auch die Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten. So bleibe Zeit für seine Kinder und das ermögliche auch seiner Partnerin, berufstätig zu sein.

Obwohl er als Hausarzt weniger verdiene sei für ihn dieser Beruf die Königsdisziplin der Medizin. Eigentlich sollten – so sagt er im Gespräch – viel mehr Ärztinnen und Ärzte diesen Weg wählen.

Dennoch gibt es in der Schweiz immer weniger Hausärzte. Gemäss Bernadette Häfliger von der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM), der Fachgesellschaft der Hausärzte, liessen sich die offenen Stellen zunehmend nicht einmal mehr mit ausländischen MedizinerInnen besetzen. «In den nächsten Jahren werden Chef- und Kaderärzte in grosser Zahl in Pension gehen. Es wird schwierig werden, diese Stellen neu zu besetzen.» sagte Häfliger gegenüber der SonntagsZeitung.

Deshalb hat die SGAIM jetzt eine Werbekampagne lanciert, die bei StudentInnen und Assistenzärztinnen für den attraktiven Hausarztberuf werben soll. Mit dem Slogan «Arzt. Alle anderen sind Spezialisten.» versucht sie jetzt Jungmediziner für ihr Fach zu gewinnen – mit Flyern, Plakaten, Videos und Ansteckknöpfen in Spitälern, Orientierungsveranstaltungen und Kongressen.

Mehr über die Kampagne erfahren Sie auf der Website ich-bin-aim. Und hier können Sie sich den lesenswerten Artikel aus der SonntagsZeitung als PDF downloaden.

Die Fachgesellschaft SGAIM ist zuständig für die Aus-, Weiter und Fortbildung von Ärzten der Allgemeinen Inneren Medizin, auch in den Spitälern. Der „Berufsverband“ der Hausärzte, der die politisch-strategischen Ziele dieser Berufsgruppe vertritt, ist mfe Haus- und Kinderärzte Schweiz.

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