Viel Geld für wenig Nutzen

Der Bundesrat hat in seinem Bericht «Gesundheit 2020» geschrieben, rund 20 Prozent der Gesundheitskosten liessen sich ohne Qualitätseinbussen einsparen, ein Grossteil davon durch Weglassen von Therapien und medizinischen Untersuchungen, die kaum wirksam oder sogar kontraproduktiv seien.

Diese Meinung wird auch von vielen Fachgesellschaften von Schweizer Ärzten geteilt. Sie haben daher schon seit längerem damit begonnen, Listen zu veröffentlichen mit  Empfehlungen, was sinnvollerweise weggelassen oder nur in besonderen Fällen eingesetzt werden sollte.

Pionierin mit solchen Listen war die Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGAIM); später veröffentlichten auch die Fachgesellschaften der Geriater (SFGG), der Intensivmediziner (SGI) und der Gastroenterologen (SGG) ähnliche Empfehlungen. Alle diese Bemühungen laufen unter dem Titel «Smarter Medizin», einem Programm, das von der Schweizerischen Akademie für Medizinische Wissenschaften  (SAMW) lanciert wurde.

Die mediX-Ärztinnen und -Ärzte orientieren sich aus Kosten- und Qualitätsgründen bei der Behandlung ihrer PatientInnen schon seit Jahren an ihren eigenen mediX-Guidelines. Diese beruhen auf evidenzbasierten wissenchaftlichen Erkenntnissen und internationalen Richtlinien. Sie wurden von mediX schweiz, mediX zürich oder mediX bern erarbeitet und sind öffentlich einsehbar. Sie werden übrigens auch von Medizin-Studierenden bei den Prüfungsvorbereitungen rege genutzt.

Das Konzept von Smartermedicine gewinnt nun auch in der Schweiz langsam an Fahrt. Heute sind bereits 25 solcher Empfehlungen veröffentlicht worden; zu finden sind sie alle auf der Website smartermedicine.

Eine leicht verständliche Zusammenfassung der medizinischen Massnahmen, die durch Weglassen erheblich Gesundheitskosten senken können, ist kürzlich in der SonntagsZeitung erschienen. Sie können sich den Artikel hier als PDF herunterladen.

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