mediX zürich – Netzwerk-Tag 2018

Eindrücklich war es am mediX-Tag 2018 in Zürich: Weit über hundert der insgesamt 163 ÄrztInnen von 70 Praxisstandorte im Grossraum Zürich waren im grossen Saal des Hotels Glockenhof versammelt, um erneut über ein erfolgreiches Jahr und die weiteren Perspektiven von mediX zürich im Gesundheitsmarkt zu diskutieren. Neben einer  gemeinsamen Standortbestimmung über die erfreuliche Entwicklung des Zürcher mediX-Netzwerks standen innovative Neuerungen bei der Qualitätssicherung durch die EQUAM-Stiftung, positive Trends im Bereich der Managed-Care-Verträge mit den Versicherungen, attraktive Forschungsprojekte des Instituts für Hausarztmedizin der Universität Zürich (IHAMZ) sowie ein spannender Input von Frau Dr. Fabia Rothenfluh von comparis.ch über ihre Forschungsarbeiten im Bereich der Artzbewertung im Internet und die von comparis geplante Ärzteliste zur Debatte.

mediX zürich hat viel vor

Gleich zu Beginn des Anlasses zeigte Dr. Felix Huber, medizinischer Leiter von mediX zürich und VR-Präsident der mediX zürich AG, dass der Pioniergeist im Netzwerk trotz – oder gerade wegen – der mehr als 20-jährigen Geschichte des Unternehmens in keiner Weise verloren gegangen ist. Ziel von mediX sei es, in Zukunft nicht nur weiterhin Medizin von bester Qualität zu bieten, sondern in Zukunft die günstigsten Krankenkassen-Prämien auf dem Markt offerieren zu können. Dazu müssten die Rabatte derjenigen Pseudo-Modelle reduziert werden, die trotz Prämienrabatten keine Reduktion der Gesundheitskosten bewirken. Dazu gehören beispielsweise die Listenmodelle, bei denen die Krankenkasse ihren Versicherten eine Liste von Ärzten bekannt gibt, welche als erste Anlaufstelle für eine Konsultation genutzt werden kann. Im Gegensatz dazu sei die kostensenkende Wirkung der echten Hausarzt- und managed-care-Modelle, wie sie im mediX-Netz angeboten würden, nachgewiesen und müssten in Zukunft den Versicherten höhere finanzielle Anreize bieten. Auch darüber sei man mit dem Bundesamt für Gesundheit, Bundesrat Alain Berstet und mit den für mediX wichtigsten Versicherungspartnern im Gespräch. Um den mediX-Gedanken in der Schweiz zu stärken,  aus der Überzeugung, dass mediX hohe medizinische Qualität zu günstigen Kosten anbieten kann und weil mediX die Wirksamkeit ihres Ansatzes auch nachweisen kann, sei auch eine Expansion von mediX in andere Regionen der Schweiz im Gange, sagte Huber an der Veranstaltung.

mediX zürich ist mehr als ein Hausarztmodell

Als eines der ambitioniertesten Ärztenetze der Schweiz, bezeichnete Dr. med. Leander Muheim, Mitglied der Geschäftsleitung und Stellvertreter von Felix Huber, das Unternehmen mediX in seinem Beitrag. Es unterscheide sich in vier wichtigen Aspekten von einem Listenmodell: als Netzwerk, in Form von Anreizen, dank seiner Qualitätskultur und einer gemeinsamen Infrastruktur.

  1. Netzwerk: mediX zürich sei ein Netzwerk von über 160 ärztliche PartnerInnen, die sich untereinander austauschen. Als Gruppe pflegen wir Kontakte zu SpezialistInnen unseres Vertrauens auch für Kollektivrabatte, so Muheim.
  2. Anreize: Die kontinuierliche hausärztliche Arbeit an mediX-Versicherten werde von den Krankenkassen und verschiedene Qualitätsaspekte finanziell unterstützt. Es ergebe sich so ein Anreiz für Qualitätsarbeit bzw. für eine bedarfsgerechte Behandlung des Patienten.
  3. Qualitätskultur: Dies der für viele spürbarste Aspekte des Ärztenetzes mediX zürich, meinte Muheim. Diese äussere sich zum Beispiel in elf wöchentlichen Qualitätszirkeln, in denen sich mediX-ÄrztInnen über medizinische Themen austauschten. Oder etwa die 68 Guidelines, welche in kurzer und prägnanter Form Abklärung- und Behandlungsempfehlungen zu häufigen Krankheitsbildern in einer Hausarztpraxis geben. Ebenfalls zur Qualitätskultur gehörten die zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen für MPA, die EQUAM-Zertifizierungen, das Chronic Care Management und weitere Qualitätsprojekte (Gesundheitsdossiers, Patientenschulungen, Röntgenzeritifizierungen).
  4. Infrastruktur: mediX zürich profitiere von einer gemeinsamen Infrastruktur. Dazu gehöre neben dem stetigen Ausbau einer eigenen IT-Infrasstruktur auch die MedSolution ,welche die Verträge mit den Krankenkassen pflege und das Netz und unsere Partner hochprofessionell administrativ und mit unabhängigen Datenanalysen unterstütze.

Online-Ärztebewertungsplattformen kommen, aber wie

Es sei keine Frage, ob auch in der Schweiz Online-Plattformen an Bedeutung gewinnen werden, auf denen PatientInnen sich über ihre Erfahrungen mit ihren ÄrztInnen äussern können. Was im Bereich von Hotels und Reisezielen schon geläufiger Alltag sei, sich in der Welt der Schweizer Spitäler so langsam entwickle, werde früher oder später auch für Ärzte Realität werden, sagte einleitend Dr. Dr. Fabia Rothenfluh von comparis.ch in ihrem Referat. Ihre Aussage stützt sie auf ihre ausgiebige Forschungsarbeit in diesem Bereich, die die Entwicklung von Bewertungsplattformen weltweit untersucht hat. Das Wachstum sei rasant, so Rothenfluh – und die Qualität und Transparenz der Anbieter so breit gefächert wie praktisch alles im Internet. Unter den weltweiten Plattformen gebe es auch viele von zweifelhafter Qualität und solche, bei denen die Betreiber nicht eruierbar seien.

Qualität, Transparenz und die Möglichkeit, sich gegen ungerechtfertigte Kritik oder organisierte Angriffe wehren zu können, müsse daher gegeben. Deshalb habe comparis beim Aufbau seiner nationalen Ärzteliste, die den Versicherten die Suche nach einer geeigneten ÄrztIn auch nach Spezialgebieten, erleichtern soll, von Anfang an auf Zusammenarbeit mit den wichtigsten Partnern im Gesundheitsmarkt gesetzt. Sie führe deshalb Gespräche mit vielen möglichen Partnern, denen Qualität wichtig seien; so auch mit mediX. Wir vom mediX-Blog werden diese Entwicklung gerne verfolgen und wieder darüber berichten, wenn es Neuigkeiten gibt.

Tolle Atmosphäre

Der mediX-Tag wurde von den TeilnehmerInnen sehr geschätzt. Man lobte die gute, offene Gesprächsatmosphäre, die interessanten Themen und natürlich auch die ausführlichen Pausen, die Raum und Zeit boten für den hoch geschätzten Austausch unter Kollegen – von Fussballthemen bis zu Fachgesprächen war da natürlich alles zu finden, ganz besonders auch beim abschliessenden Apéro riche im wunderbaren Innenhof des Hotels Glockenhof.

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