mediX-MPA forscht über Multiple Sklerose

rahel-eisenhutIm Rahmen ihrer Ausbildung hat Rahel Sager, Medizinische Praxisassistentin in Ausbildung bei der mediX notfallpraxis, ihre Vertiefungsarbeit über Multiple Sklerose (MS) verfasst. Gerade weil diese Arbeit nicht von einem Medizinwissenschafter stammt, ist sie eine einfach verständliche Abhandlung über ein schwieriges Thema. Im Zentrum ihrer Arbeit steht dabei nicht die Krankheit als solche, sondern die Frage nach der Freiheit und Verantwortung von MS PatientInnen.

Was ist Multiple Sklerose (MS)?

Die Krankheit Multiple Sklerose ist eine degenerative Autoimmunerkrankung des Nervensystems. Die Nervenzellen im Rückenmark und im Hirn verlieren ihre Myelinscheide. Der Verlust des Myelins führt zu einer Unterbrechung in den Nervenleitungen.

Die Krankheit verläuft meistens schubweise. Die Symptome unterscheiden sich von Patient zu Patient. Je nachdem welche Stelle im Hirn oder Rückenmark betroffen ist, sind die Symptome sehr vielseitig und unterschiedlich. Zudem ist nicht vorhersebar wie stark oder ausgeprägt ein Symptom sein kann.

Die häufigsten Symptome sind Fatigue (Müdigkeit), Gangunsicherheit, Depressionen, Zittern, Verkrampfung der Muskulatur, Blasen- und Darmstörungen (Verstopfung), Sehstörungen, allgemeine Schmerzen, Kribbeln und Taubheit in den Extremitäten sowie Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit.

MS-Forschung noch recht jung

Mit ihrer Vertiefungsarbeit habe sie viele neue Erkenntnisse über die Multiple Sklerose gewonnen, schreibt Rahel Sager. Es sei aber für sie sehr schwierig gewesen, die nötigen Informationen zu bekommen. Die Fachliteratur beschreibe nur das Krankheitsbild und Broschüren für Angehörige habe sie keine gefunden. Bloss die Interview-Partner habe sie durch ihre offene und interessierte Art motiviert, immer weitere Fragen zu stellen. Allerdings hätten auch die Fachleute nicht alle medizinischen Fragen beantworten können, da sich die Forschung erst seit 10 bis 20 Jahren intensiv mit dieser Krankheit auseinander setze.

MS verändert das Leben von PatientInnen und vom sozialen Umfeld

Die Krankheit habe massive Auswirkungen auf das Leben, die Freiheit und die Verantwortung der betroffenen Person sowie auf das Leben die Freiheit und die Verantwortung der Angehörigen, schreibt Sager in ihrer Arbeit. Da die Krankheit nicht berechenbar ist, sei das Leben mit dieser Diagnose psychisch und physisch sehr belastend. Um das Verständnis des Umfelds zu fördern sei eine offene Kommunikation wegen den verschiedenen und unberechenbaren Verlaufsformen enorm wichtig.

Wichtig zu wissen sei auch, dass die Krankheit an sich nicht tödlich verläuft. Je nach Art der Erkrankung und wie sich die Krankheit entwickle, würden die körperlichen und kognitiven Fähigkeiten zunehmend eingeschränkt. So könne es passieren, dass eine betroffene Person eines Tages im Rollstuhl sitzt oder sogar bettlägerig wird oder dass jemand nicht mehr sprechen kann.

Alle chronischen Krankheiten wirkten sich auf die Psyche aus. Deswegen können sich MS kranke Menschen psychisch stark verändern. Die Lebensweise und die äusseren Einflüsse hätten nach heutigen Erkenntnissen aber keinen Einfluss auf die Entstehung der Krankheit.

Die bemerkenswerte Arbeit von Rahel Sager können Sie sich hier als PDF herunterladen.

Wer sich für das Thema interessiert, findet Informationen beispielsweise auch unter MS Diagnose und bei der Schweizerischen Multiple Sklerose Gesellschaft.

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