Ich schätze vor allem den Kontakt mit den PatientInnen

Miriam Grob, MPA bei Landarzt Dr. med. Köhler in Mettmenstetten ist eine erfahrene MPA. Seit ein paar Monaten betreut sie ihre «eigenen PatientInnen». Mehr und mehr nehmen nämlich in letzter Zeit entsprechend ausgebildete Medizinische PraxisassistentInnen weitgehend selbständig Beratungsaufgaben wahr und entlasten so die rar werdenden Hausärzte von Routineaufgaben. Diabetesberatung, Impfberatung, Beratung bei Herzinsuffizienz oder beim so genannten COPD-PatientInnen ermöglichen den MPA ganz neue berufliche Perspektiven.

Neue Ausbildungsmodule und in diesem Jahr auch erstmals eine eidgenössische Berufsprüfung bereichern den Beruf. Im Interview mit mediXTV erläutert Miriam Grob, wie sich das auf ihre Arbeit auswirkt und warum dadurch der MPA-Beruf massiv aufgewertet wird.

Den Beruf der MPA erlerne man zuerst im Rahmen einer ganz normalen Berufslehre. Allerdings sei ihr Beruf durch eine Reihe von Zusatzausbildungen stark aufgewertet worden. So könne heute eine MPA nach entsprechender Weiterbildung bei chronisch-kranken PatientInnen Impf-, Ernährungs- oder Diabetes-Beratungen selbständig durchführen, natürlich immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt. Gerade dieser direkte Kontakt mit den PatientInnen sei sehr bereichernd und habe den Beruf deutlich attraktiver gemacht. sagt Grob im Interview. Sehr viel verspricht sie sich auch von der ab diesem Herbst möglichen Prüfung zur medizinischen PraxiskoordinatorIn auf eidgenössischer Ebene, für die man allerdings Praxiserfahrung brauche und eine Reihe von Weiterbildungsmodulen haben müsse.

Neu: Medizinische PraxiskoordinatorInnen mit eidg. Fachausweis

Mit dieser eidgenössischen Berufsprüfung steht nun medizinischen PraxisassistentInnen erstmals ein reglementierter Weg zum beruflichen Aufstieg zur Verfügung. Die Medizinische PraxiskoordinatorIn mit den Fachrichtungen Klinische Richtung und Praxisleitende Richtung absolviert im Anschluss an eine modulare Ausbildung eine Berufsprüfung mit Eidg. Fachausweis. Sie ist damit auf ihre neue Funktion in der Arztpraxis für ihre Arbeit mit dem Patienten (klinische Richtung) oder als Teamleaderin in der Gruppenpraxis (praxisleitende Richtung) optimal vorbereitet. Mehr dazu gibt es bei odamed Berufsbildung Medizinische Praxisassistentin.

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