Spitäler für PatientInnen – nicht für die MedizinerInnen

Wie sieht eigentlich das ideale Krankenhaus aus. Welche Kriterien muss es erfüllen, damit es die PatientInnen in den Mittelpunkt stellt und nicht – wie meist in Vergangenheit – nur die Menschen, die darin arbeiten. Gemäss dem lesenswerten Beitrag «Gesundheit! Die neue Klinikarchitektur» von architonic.com braucht es unter anderem viel Natur und stressfreie Orientierungssysteme. Das heutige Klinikdesign zeige, heisst es im Beitrag selbst im öffentlichen Bereich eine Abkehr von der Priorisierung des Personalkomforts und eine Hinwendung zum Patientenwohl.

Norman Foster entwarf dieses Krebshilfezentrum für Maggie’s Centre neben der onkologischen Abteilung von The Christie in Manchester. Die Lage in einem Garten erzeugt eine häusliche Atmosphäre. Foto: Nigel Young / Foster + Partners

Dass viel Natur den Gesundungsprozess beschleunigen kann, ist seit Alvar Aaaltos Paimio Sanatorium in Finnland aus dem Jahre 1933 keine neue Erkenntnis. Aber es scheint, als ob sie erst in den letzten Jahren von Krankenhausarchitekten vermehrt verfolgt wird.

Im architonic-Beitrag heisst es dazu: «Maggie’s Centre für Krebsbehandlung von Norman Foster (2016) zum Beispiel ist von einem Garten umgeben. Foster, der selbst unter Darmkrebs litt und es überlebte, schuf eine hochtransparente Holzstruktur, die dabei „helfen soll, sich mit dem umgebenden Grün zu verbinden“. Verstärkt wird dieser Effekt durch viele Fenster, Dachfenster und ein Gewächshaus, in dem Patienten Blumen und andere Pflanzen züchten können. Das Zentrum verfügt über offene, luftige Innenräume, eine Bibliothek, einen Fitnessraum und eine Küche. Die komplexe Geometrie des Holzrahmenbaus spiegelt Fosters Faible für High-Tech-Ästhetik; aber hier hat er kühles, maschineninspiriertes Metall durch wärmeres Holz ersetzt. Letztlich hat Foster ein einladendes, gemütliches Gebäude „ohne institutionelle Referenzen eines Krankenhauses oder Gesundheitszentrums“ erschaffen.»

Anhand von zahlreichen, reich bebilderten Beispielen aus unterschiedlichen Ländern zeigt architonic auf, wie moderne, patientInnenorientiert Spitalarchitektur aussehen könnte und wohin die Reise geht.

Dieser Beitrag wurde unter Politik & Gesundheit veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Spamschutz * Frist ist abgelaufen. Bitte laden Sie den Spamschutz erneut.