Schweizerinnen fürchten sich vor steigenden Prämien

Die Schweizerinnen und Schweizer rechnen auf Ende Jahr mit stark steigenden Prämien und mehr und mehr befürchten sie, dass sie damit langsam ans finanzielle Limit stossen.  Mit durchschnittlich 5 Prozent oder 270 Franken Mehrbelastung rechnen Herr und Frau Schweizer für 2018. Das ergab eine exklusive, nicht repräsentative Umfrage von comparis.ch bei 700 Schweizerinnen und Schweizernim Juli 2017. Viel Luft nach oben ist da nicht mehr vorhanden.

Eine 5-prozentige Prämienerhöhung summiere sich gemäss Comparis auf durchschnittlich 270 Franken pro Person und Jahr. 40 Prozent aller befragten Familien gaben daher an, keine weitere Prämienerhöhung verkraften zu können. 20 Prozent sagetn, einen Anstieg von nicht mehr als 10 Franken im Monat bewerkstelligen zu können und nur 13 Prozent würden ihr Budget mit einer zusätzlichen Belastung von 20 Franken pro Person im Monat noch im Lot halten können.

Für eine Mehrheit von 65 Prozent der Befragten sind die Medikamentenhersteller am stärksten verantwortlich für die negative Kostenentwicklung. Für 63 Prozent sind Versicherte schuld am Kostenanstieg, die wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennen. Etwas mehr als die Hälfte glaubt, dass die Spitäler und Ärzte die Kosten in die Höhe treiben und nur rund ein Fünftel sieht in den steigenden Kosten eine Folge des medizinischen Fortschritts.

Die Kostenentwicklung scheint langsam eine Schmerzgrenze zu erreichen. Daher sind 9 von 10 Versicherte gemäss Comparis-Umfrage bereit, sich ausschliesslich mit Generikamedikamenten behandeln zu lassen, wenn sie dafür weniger Prämien bezahlen müssten.

Gemäss Comparis-Krankenkassenexperten Felix Schneuwly ist klar, dass die Mehrheit der Versicherten sparen will: «Wer bereit ist, im Krankheitsfall mehr selber zu bezahlen und wer mit einem Telmed-, Hausarzt- oder HMO-Modell auf Effizienz setzt, der muss in Zukunft höhere Prämienrabatte bekommen. Wer hingegen bei Bagatellfällen gleich den Rat mehrerer Spezialärzte sucht oder bei einer Grippe in den Spitalnotfall will, der soll wesentlich höhere Prämien bezahlen.»

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