Wie Krankenkassen mit dem Prüfen von Arztrechnungen Kosten sparen

Rechnungsprüfungen verhinderten Prämienerhöhungen von mehr als zehn Prozent, verspricht Santésuisse, ein Branchenverband der schweizerischen Krankenversicherer, kürzlich in einem Pressecommuniqué – oder rund drei Milliarden Franken allein in der Grundversicherung. Die systematische Rechnungskontrolle sei eine zentrale Aufgabe aller in der Schweiz zugelassenen Krankenversicherer. Sie stelle sicher, dass nur die gesetzlich vorgegebenen Leistungen von Ärzten, Spitälern, Apotheken und weiteren Erbringern von medizinischen Leistungen vergütet würden. Eine exakte Rechnungskontrolle seitens der Krankenversicherer wirke daher dämpfend auf Kosten und Prämien, schreibt Santésuisse.

Seit Jahren kontrollieren die Krankenversicherer die eingegangenen Rechnungen auf Fehler. Sie überprüfen beispielsweise, ob für die versicherte Person eine entsprechende Versicherungsdeckung vorliegt und der Leistungserbringer überhaupt berechtigt ist, die Behandlung im Rahmen der Versicherung vorzunehmen oder, ob die Behandlung korrekt tarifiert ist und entsprechend vergütet werden kann.
Die Krankenversicherer haben dabei festgestellt, dass missbräuchlich zu hoch ausgestellte Rechnungen eher selten sind. Die meisten Fälle gehen auf irrtümliche oder fehlerhafte Tarifanwendungen zurück. Der Anteil der zu beanstandenden Rechnungen ist bei Behandlungen im spitalambulanten Bereich sowie bei Notfallbehandlungen im Ausland besonders hoch. Überdurchschnittlich ist auch die Beanstandungsquote bei Abrechnungen von Physiotherapeuten, komplementärmedizinischen Leistungserbringern, Spitex-Organisationen sowie Rettungsunternehmen.

Wer sich für mehr Details interessiert, kann sich die Studie hier als PDF herunterladen.

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