In Zukunft braucht es mehr Hausärzte und Mitarbeitende mit hausärztlichen Fähigkeiten

Auf der Website des Forums Managed Care (fmc) findet man immer wieder sehr interessante Informationen rund um den Arztberuf.

Erst kürzlich hat das Forum ein Interview veröffentlicht mit Prof. Thomas Rosemann, Leiter des Instituts für Hausarztmedizin an der Universität Zürich, über Widersprüche, Vorbehalte und Überforderungen in der Grundversorgung.

Im Gespräch zeigt Rosemann auf, dass sich der Beruf des Hausarztes und der Mitarbeitenden in Hausarztpraxen wesentlich verändern dürften. Arztpraxen dürften sich seiner Ansicht nach in den kommenden Jahren vermehrt in so genannte «medical homes» verwandeln, die für alle PatientInnen zur ersten Anlaufstelle würden. Dort würden Routine-Abklärungen vermehrt von Nurse Practioners oder Medical Nurses übernommen. Gerade bei chronischen Erkrankungen könnten nicht-ärztliche Fachpersonen die Standard-Prozeduren vornehmen und  den Arzt oder die Ärztin erst beiziehen, wenn sich der Gesundheitszustand verschlechtert.

«In einer Notfallpraxis zum Beispiel empfängt einen die Nurse Practitioner und nicht der Arzt. Etwa zwei Drittel der Patienten werden durch sie diagnostiziert. Das ist für beide ein Gewinn: Die Nurse Practitioner macht mehr als Pflege, der Arzt beschäftigt sich vor allem mit komplexeren Fällen.» sagt Rosemann.

Dennoch ist Rosemann überzeugt, dass es alles in allem in 20 Jahren mehr (haus-)ärztliche Kapazitäten brauchen wird als heute, denn die Neuverteilung der Aufgaben stehe erst am Anfang. Und auch die Spitze der Leistungsausweitung sei noch nicht erreicht.

Lesen Sie das ganze Interview hier sowie einen interessanten Artikel im Tages-Anzeiger online.

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