Helsana sagt: Steuern steigen vier mal mehr als Gesundheitskosten

Die Ausgaben im Gesundheitswesen steigen stetig. Das ist nichts Neues und das wird sich auch 2017 nicht ändern. Nun hat der Helsana-Report die «Ausgabenentwicklung in der Gesundheitsversorgung» in seiner Ausgabe 2016 die Entwicklung der Kosten analysiert. Der Bericht enthält spannende Zahlen und Fakten nicht nur zu den Gesamtausgaben für Gesundheit, sondern auch zu der Entwicklung der Kosten in den einzelnen Leistungsbereichen.

Dabei kommen die AutorInnen zu erstaunlichen Ergebnissen. Gemäss Bericht ist zum Beispiel die Steuerbelastung des Durchschnitts-Haushalts zuletzt viermal steiler gestiegen als die Krankenkassen-Prämien. Die Analyse zeigt auch, dass der grösste Teil des Kostenwachstums auf die Alterung und auf die Zuwanderung zurück zu führen ist; ältere Leute kosten mehr und mehr Leute verursachen mehr Kosten.

Den grössten Ausgabenschub in der Grundversicherung verursachten verursachten übrigens in den letzten Jahren die spitalambulanten Kosten. Und ein steigender Anteil der Kosten entfallen auf die Grundversicherung und die Beiträge der Kantone. Dieser Anteil stieg seit 2008 um je rund 1,5 Prozent) pro Jahr; gesunken sind jedoch der Anteil der Privatversicherungen oder der privaten Zahlungen (z.B. Franchisen und Selbstbehalt).

Fazit: Haupttreiber der Kostensteigerung sind neben Bevölkerungswachstum und intensiveren Patientenbehandlungen die Ausweitung des Leistungskatalogs.

Der Bericht stützt sich auf Leistungsdaten von rund 1.2 Millionen Versicherten der Helsana-Gruppe aus den Jahren 2012 bis 2015 und öffentlich zugängliche Statistiken ab.

Laden Sie hier den ganzen Bericht als PDF herunter.

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