GFS-Gesundheitsmonitor 2015 gibt gute Noten fürs Gesundheitswesen

Für ihren jährlichen Gesundheitsmonitor befragt das Forschungsinstitut GFS im Auftrag von Interpharma jedes Jahr rund 1’200 Stimmberechtigte aus der ganzen Schweiz zu aktuellen Fragen aus dem Gesundheitswesen. Wir haben für Sie hier ein paar der Ergebnisse zusammengefasst:

  • Daten zur Qualität der Spitäler stossen auf ein reges Interesse. Diese soll vor allem der Stärkung individueller Freiheiten dienen. Zwänge durch Dritte werden als Einschnitte hierzu mehrheitlich abgelehnt.
  • Die Befragten erwarten mehrheitlich, dass die Preise für Generika fallen müssten. Am häufigsten zweifeln diese, ob das günstigste Medikament auch das geeignetste für den Patienten sei.
  • Rund 40 Prozent der Schweizer Stimmberechtigten haben eine Franchise von 300 Franken. Finanzielle Überlegungen sind der Hauptgrund für die Wahl der Franchise, gefolgt von gesundheitlichen Gründen. 41 Prozent sind der Meinung, die maximale Franchise könnte erhöht werden, 31 Prozent befürworten hingegen, dass die heutige maximale Franchise abgeschafft und damit gesenkt wird.
  • 82 Prozent haben ein sehr oder eher positives Bild vom Gesundheitswesen, so viele wie noch nie seit Einführung des KVG. Der Ausbau der Leistungen in der Grundversicherung ist wieder umstrittener (und weiterhin minderheitlich). Die Bereitschaft zum Abbau bleibt marginal.
  • Kaum jemand geht davon aus, dass die Kosten im Gesundheitswesen bald abnehmen werden. Als Gründe für die steigenden Kosten werden weiterhin am häufigsten die Krankenkassen selbst und die Verwaltungskosten genannt.
  • Neu ist, dass sich eine Mehrheit einen Medikamentenversand per Post vorstellen kann. Eine wachsende Minderheit kann sich sogar eine Bestellung im Internet vorstellen; die jüngsten Befragten sind bereits mehrheitlich dafür.

Eine etwas ausführlichere Präsentation der Studie können Sie hier als PDF herunterladen.

Wie sehen Sie den Zustand des Schweizer Gesundheitswesen? Wo liegen aus Ihrer Sicht die wichtigsten Treiber für die weitere Kostensteigerung?

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