Ein Blick in die Spitalzukunft

Möchten Sie wissen, wie das Spital der Zukunft aussieht? Wie es organisiert sein wird, wo es zu stehen kommt und welche Dienstleistungen es wohl einmal anbieten wird. Ein Team von Fachleuten unter der Leitung von PriceWaterhause hat sich dieser Frage angenommen und ein Thesenpapier formuliert.

Im Vorwort heisst es dort: «Spitäler sind das Herzstück unseres Gesundheitswesens. Sie stehen am Anfang und häufig auch am Ende des Lebens. Und sie stellen die Patientenbehandlung ins Zentrum ihrer Bemühungen. Dabei bilden die Spitalimmobilien die Hülle ums Kerngeschäft. Dieses entwickelt sich im Einklang mit dem technologischen Fortschritt rasant weiter.

Und die Spitalimmobilie? Welche Hülle braucht das Spital der Zukunft? Wie viel Spitalbau braucht es überhaupt? Wie wird das Spital im digitalen Zeitalter aussehen? Und welches Spital will der Patient?

Mit dem vorliegenden Thesenpapier gehen wir diesen und ähnlichen Fragen auf den Grund. Dazu werfen wir einen Blick zurück in die Geschichte der Spitalbauten – und in die Zukunft. Aus diesen beiden Perspektiven fassen wir zusammen, was das Spital der Zukunft ausmacht und wie es seine Investitionen darauf ausrichtet.

Wagen wir einen Blick in die Zukunft: So könnte das Spital im Jahr 2050 aussehen:

Die Spitalgesellschaft

  • Einige öffentliche Spitäler haben private Minderheitsaktionäre, andere wurden ganz an private Akteure verkauft.
  • Die Spitalimmobilien gehören national und z.T. auch international tätigen Spitalimmobiliengesellschaften. Einige von ihnen sind börsenkotiert.
  • Die Spitäler sind in nationalen Netzwerken zusammengeschlossen und bieten integrierte Leistungen auf allen Ebenen des Gesundheitswesens an.
  • Spitäler fokussieren auf ambulante Behandlungen. Der ambulante Leistungsanteil macht 3/4 des Umsatzes aus.
  • Spitalgesellschaften mit nur einem Standort gibt es keine mehr.

Das Spitalareal

  • Spitalareale sind wie Städte mit Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitanlagen.
  • Externe Dritte wie z.B. Logistikfirmen bestreiten einen Grossteil der heute noch von den Spitalgesellschaften erbrachten Supportleistungen.
  • Spitäler mit grossen Arealen konzentrieren sich auf ihre Kernkompetenzen und betreiben wohnortnahe Portale.
  • Die Anzahl Patienten und Besucher auf dem Areal konnte durch Netzwerkorganisation gesenkt werden. Das Verkehrsaufkommen auf den Arealen konnte reduziert werden.
  • Auf dem Spitalareal sind verschiedene Leistungserbringer in einem Gesundheitszentrum tätig.
  • Die Spitalimmobilien werden von verschiedenen Nutzern belegt. Der Single-Tenant-Ansatz hat auf dem Spitalareal ausgedient.
  • Die Spitalareale werden in der Fläche grösser, werden aber multifunktional genutzt.

Die Konsequenzen für den Patienten

  • Das typische Akutspital verfügt über 90% Einbettzimmer.
  • Der Patientenzustand wird fernüberwacht, unabhängig vom Aufenthaltsort.
  • 30% der Patienten sind dank ausgereifter Kommunikationsinstrumente zur Behandlung nicht in einem Spital- oder Klinikgebäude, sondern zu Hause.
  • Die Bettenzahl ist in der Folge stark geschrumpft.
  • Roboter haben die Lücken aufgrund des chronischen Personalmangels gefüllt und sind allgegenwärtig.
  • Es gibt weniger Spitäler – aufgrund der wohnortnahen Portalen leidet die Versorgungssicherheit jedoch nicht.

Möchten Sie mehr erfahren? Dann laden Sie sich hier einfach das PDF der ganzen Studie herunter.

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Ein Kommentar zu Ein Blick in die Spitalzukunft

  1. Erika sagt:

    wirklich sehr interessante Thesen wobei ich eher zweigeteilter Meinung bin. Möcht hier nur zB einen Teil herauspicken! „30% der Patienten sind dank ausgereifter Kommunikationsinstrumente zur Behandlung nicht in einem Spital- oder Klinikgebäude, sondern zu Hause.“ >> wie meint ihr das? dass man etwa sich zu Hause selbst behandelt wie bei einem grippalen Effekt?= an welche Krankheiten denkt ihr dabei?

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