Wer treibt die Gesundheitskosten in die Höhe?

Das Gesundheitswesen ist in der Schweiz von hoher Qualität. Aber das hat auch seinen Preis. Unsere Gesundheitskosten waren schon immer hoch; zwischen 2008 bis 2014 sind sie nun noch einmal um 10 Milliarden auf gut 71 Milliarden angestiegen. Dies garantiert uns im weltweiten Vergleich sowohl Pro Kopf als auch im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt Spitzenplätze.

Die Belastung des Durchschnittshaushalts durch die Grundversicherung betrug 2014 585 Franken pro Monat, also 7020 Franken im Jahr. Der Anstieg der monatlichen Belastung von 2006 bis 2014 beträgt total rund 100 Franken. Das ist viel und doch wieder nicht, wenn man die Zahlen ins Verhältnis setzt: Der monatliche Durchschnittskonsum nahm im selben Zeitraum um 325 Franken zu, die Steuerbelastung sogar um das Vierfache und trotzdem konnten die durchschnittlichen Ersparnisse pro Monat um 715 Franken gesteigert werden

Woran liegt das und wer ist für diese Kostenentwicklung verantwortlich?

Die Schweizerische Ärztezeitung hat kürzlich basierend auf dem alljährlich von der Helsana veröffentlichten Bericht «Ausgabenentwicklungen in der Gesundheitsversorgung» Zahlen und Hintergründe für diese Entwicklungen publiziert.

Kurz gesagt sind es ein paar wenige Trends, die zum Kostenwachstum beitragen, wie die Ärztezeitung schreibt: «Die Demografie – das Be­völkerungswachstum und der wachsende Anteil der älteren Bevölkerung – spielen eine wichtige Rolle bei der Erklärung. Weitere wesentliche Gründe sind das Mengenwachstum und die Ausweitung des Leistungskatalogs sowie Fehlanreize im System, wobei diese schwierig zu quantifizieren sind. Auch die Patienten tragen dazu bei, indem sie häufig– und möglichst sofort – die beste Behandlung verlangen.»

Lesen Sie den ganzen Artikel in der Schweizerischen Ärztezeitung oder laden Sie sich hier den ganzen Helsana-Bericht als PDF herunter.

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