Erste Hilfe mit der App

Fast unbemerkt und von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen hat das Schweizerische Rote Kreuz schon vor längerem eine Gratis-App für iPhone und Android-Handys herausgegeben. Dabei hat die praktische Erste-Hilfe-App dieses Dornröschenleben nicht verdient, denn sie bietet für (fast) alle Notsituationen von der Allergie bis zum Zeckenbiss einfache Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Eine Asthma-Attacke, ein Knochenbruch, Herzstillstand, epileptischer Anfall: Nie war es einfacher bei solchen und anderen Notfällen Hinweise auf die richtige Erste Hilfe zu finden. Wichtig sei es, die App nicht erst im Notfall zu installieren, heisst es bei der SRK, dann finde man in einer Notsituation anhand einer übersichtlichen Stichwortliste rasch die benötigte Information. Ich selbst würde sogar sagen, dass es sinnvoll ist, die App in Ruhe zu studieren, denn ich kann mir nur schwer vorstellen, z.B. über einer heftig nach Atem suchenden Person mein Handy herauszuklauben und die zu den aufgetretenen Symptomen die passende Anleitung zu suchen.

Lernen, Trainieren, Testen

Zum Selbststudium aber sind die Anleitungen zu den einzelnen Notsituationen sehr konkret und verständlich gestaltet. So gibt es fast zu jedem Thema einen kurzen Film, welcher die notwendigen Massnahmen vordemonstriert. Die klaren Schritt-für-Schritt-Anleitungen werden von animierten Grafiken unterstützt. Ist das Alarmieren des Rettungsdienstes erforderlich, wird auf dem Handy automatisch die Notrufnummer 144 eingestellt.

Mit eingebauten Quiz aufgelockert

 

Das App vermittelt Erste-Hilfe-Kenntnisse, um Grundlagen zu erarbeiten und zu repetieren. Eingebaute Quiz ermöglichen es, die erzielten Lernfortschritte zu überprüfen. Ein eigenes Kapitel gibt es zum Thema Prävention: Hier erfährt man, wie man sich vor einer Grippe schützt, wie man mit gefährlichen Chemikalien umgeht, wie man sich auf Reisen in Gefahrengebiete (Erdbeben, Überschwemmungen, Vulkane usw.) vorbereitet.

Zu jedem Thema gibt es n der App weiterführende Informationen. Wer Erste Hilfe geleistet hat und mit anderen seine Erfahrungen austauschen will, kann seine Geschichte teilen. Selbstverständlich erfahren Interessierte auch, wie sie als Freiwillige bei den Lebensrettern, bei den Samaritern oder im Militärsanitätsverein aktiv werden können.

Praktisches Üben bleibt wichtig

Die Rettungsorganisation des SRK machen darauf aufmerksam, dass theoretisches Erste-Hilfe-Wissen einen praktischen Kurs nicht ersetzen kann. Das konkrete Anfassen eines Bewusstlosen, um ihn in die Seitenlage zu bringen, das Bergen eines Verletzten oder das Ausführen einer Herz-Lungen-Wiederbelebung über einen längeren Zeitraum: Um auf solche Situationen vorbereitet zu sein, lohnt es sich, die entsprechenden Hilfsmassnahmen in einem praktischen Kurs ausgiebig zu üben.

Nothilfekurse, Reanimationskurse und Repetitionskurse der verschiedenen SRK-Rettungsorganisationen sind auf der Kursplattform www.redcross-edu.ch zu finden

Viele Köche haben diesmal den Brei nicht verdorben

Das Erste Hilfe App ist eine gemeinsame Entwicklung der Rettungsorganisationen des SRK. Dazu zählen der Schweizerische Verein für Such- und Rettungshunde REDOG, die Rega, die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG, der Schweizerische Militär-Sanitäts-Verband SMSV und der Schweizerische Samariterbund SSB. Die darin enthaltenen Erste-Hilfe-Massnahmen entsprechen den aktuellen Erste-Hilfe-Richtlinien der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften.

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Ein Kommentar zu Erste Hilfe mit der App

  1. Margret Huber sagt:

    sehr interessant und hilreich! Danke!!!

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