Worum geht es eigentlich bei Palliative Care

Klickt man auf die Website von palliative zh+sh, findet man umfassende Informationen darüber, was Palliative Care ist weshalb diese nötig ist.

Im folgenden Video erklärt Dr. med. Roland Kunz, Chefarzt Palliative Care und Geriatrie am Stadtspital Waid, Zürich und Vorstandsmitglied von palliative zh+sh einfach und verständlich, worum es geht:

Mit der Diagnose einer unheilbaren Krankheit treten Menschen in einen völlig neuen Lebensabschnitt. Mit dem Lebensende vor Augen hätten Betroffene Anspruch auf Palliative Care, um die eigene Lebensqualität optimieren zu können und ihr Leben mit der Krankheit möglichst selbstbestimmt gestalten zu können. Palliative Behandlung könne begleitend zu einer auf Heilung ausgerichteten Behandlung erfolgen. Es gehe darum, unheilbar Schwerkranken und Sterbenden das Leiden zu lindern und eine bestmögliche Lebensqualität bis zum Ende zu verschaffen.

Palliative Care beugt Schmerzen und anderen belastenden Beschwerden wie Atemnot, Übelkeit, Depressionen oder Angstzuständen vor, lindert sie wo nötig und unterstützt die Patientin oder den Patienten darin, so lange wie möglich aktiv zu bleiben. Dieser Ansatz bejaht das Leben, erachtet das Sterben als normalen Prozess, und will den Tod weder beschleunigen noch verzögern.

Palliative Care unterstütze aber auch Angehörige dabei, die Krankheit der PatientIn genauso wie die eigene Trauer zu verarbeiten. Sie sei interdisziplinäre, multiprofessionelle Teamarbeit, denn nur so könnten Betreuende den Bedürfnissen von PatienteInnen und Angehörigen möglichst gut gerecht werden.

Was vielleicht etwas abstrakt klingen mag, kann aber gut an einem Beispiel dargestellt werden. Auf der gleichen Website erzählt die Onkologin und Palliativmedizinerin  am Beispiel eines Patienten  mit einem Nierentumor und Lungenmetastasen wie sie «Early Palliative Care» einsetzt. Sie schreibt, dass der Patient, als sie ihn zum ersten Mal trifft, ohne Symptome sei. Sie und ihr Team lernen «einen gesunden Mann kennen, extrovertiert und sein Leben geniessend. Er hat vor, das noch sehr lange zu tun. Er ist 54 Jahre alt und für ihn ist ‚aufgeben‘ keine Option. Trotzdem sagt er gleich zu Beginn, er wolle nicht ‚dahinsiechen’». Wie es dann weiter geht mit Herrn Näf* lesen Sie hier online.

Dieses Beispiel macht deutlich, dass Palliative Care weit mehr ist als Betreuung und Begleitung in der letzten Lebensphase. Was Palliative Care im Blick hat ist in erster Linie die Lebensqualität von Patientinnen, Patienten und Angehörigen. Und zwar ab dem Zeitpunkt der Diagnose einer chronischen, potenziell unheilbaren Krankheit.

Am 13. Juni 2018 fand unter dem Titel «Early Palliative Care ermöglicht Lebensqualität und Selbstbestimmung» die Fachtagung von palliative zh+sh statt. Im Schulthesspark in Zürich diskutierten Teilnehmende mit Expertinnen und Experten über «Early Palliative Care» und teilten wichtige Erkenntnisse miteinander in Vorträgen und Workshops. Lesen Sie mehr über diese Tagung unter diesem Link.

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