Sport im Freien macht auch im Winter Spass

Sportliches Tun tue auch in der kalten Jahreszeit gut, schrieb Stefan Aerni kürzlich im der 12app des Tages-Anzeigers. Es helfe, dem Winter-Blues davonzurennen. Gerade in der oft trüben Winterzeit gebe es gute Gründe, sich nicht in der warmen Wohnung zu verkriechen, sondern hinauszugehen. Durch intensive Aktivität komme es nämlich zur Ausschüttung von Serotonin und Dopamin – beides körpereigene Hormone, die stimmungsaufhellend wirkten.

«Wir wissen heute, dass Sport ähnlich gut gegen Depressionen hilft wie Antidepressiva», wird Katharina Albertin (44), Psychotherapeutin und Sportpsychologin mit Praxis in Wädenswil im erwähnten Artikel zitiert. Zur verbesserten Laune trage auch das «Durchlüften» des Kopfes bei. «Man kommt auf ganz andere Gedanken», so Albertin. Zudem wirke die Erschöpfung wohltuend, die geleistete Disziplin mache stolz und stärke das Selbstwertgefühl.

Damit die positiven Effekte des aktiven Tuns im Freien auch wirklich zum Tragen kommen, gilt es aber, fünf wichtige Tipps zu beachten.

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung

Schon fast selbstverständlich ist, dass man sich bei klirrender Kälte warm anziehen sollte. Insbesondere eine warme Mütze und gute Handschuhe sorgen dafür, dass die Körperwärme im Körper bleibt. Wer sich aber zu dick kleidet, kommt leicht ins Schwitzen. Kenner empfehlen daher atmungsaktive Sportkleidung nach dem so genannten „Zwiebelprinzip“, das man je nach Temperatur Schicht für Schicht auftragen oder aber ausziehen kann. So bleibt man auch bei starker Anstrengung gut trocken. Bei Eis und Schnee sollte man auf gutes Schuhwerk und bei Dunkelheit – die im Winter ja früher eintritt – auf reflektierende Elemente an der Kleidung achten.

Warme Muskeln sind weniger anfällig

Besonders bei kühler Aussentemperatur sollte man sich und seine Muskeln gut aufwärmen, um Verletzungen zu vermeiden. Denn Gelenke und Muskeln brauchen mehr Zeit, bis sie genügend durchblutet und schön geschmeidig sind. Wie Honig seien Muskeln bei Kälte hart und fest und werden mit der Wärme auch weicher, erklärt Jonas Maurer, Sportphysiotherapeut am Berner Inselspital. Mindestens 10 bis 15 Minuten sollte man sich im Winter fürs Aufwärmen reservieren.

Kalte Luft wärmt sich durch die Nase besser auf als durch den Mund

Viele Sportler beginnen mit der Atmung durch den Mund, sobald sie das Tempo erhöhen, weil sie so mehr Luft in die Lungen bringen. Im Winter sollte man das so weit wie möglich vermeiden, weil so die kalte Luft ungefiltert eindringen kann. Die Gefahr von Erkältungen steig. Bei der Nasenatmung wird die Luft jedoch aufgewärmt und befeuchtet. Nasenatmung kann man sich auch antrainieren.

Nach der Leistung schnell wieder an die Wärme gehen

Nach einer sportlichen Leistung sollte man im Winter rasch wieder an die Wärme gehen, dann die Gefahr für eine Erkältung ist jetzt höher. Der Körper ist geschwächt und oft auch verschwitzt. Den Schwatz mit dem Nachbarn oder Trainingspartner oder auch das im Sommer so beliebte Stretchen und Dehnen sollte man also besser in die warme Stube verlegen.

Bei Temperaturen unter 10 Grad pausieren

Wer auch bei Tiefsttemperaturen draussen trainiert, holt sich vielleicht die Bewunderung der Nachbarn – aber leicht auch eine Verletzung oder Erkältung. Wenn das Thermometer unter 10 Grad sinkt, ist Leistungssport nur noch für sehr trainierte Menschen zu empfehlen. In dieser Frage kann man sich statt am Thermometer auch am eigenen Reizhusten orientieren: setzt dieser ein, lieber an der Wärme trainieren. Gerade in diesen Tagen, mag dies ein Grund sein, das Training für einmal auszusetzen. Sonst heisst es aber: „Je schlechter das Wetter, desto grösser die Genugtuung, wenn man den inneren Schweinehund überwunden hat.“ meint Olympiaarzt Hermann Clénin, gegenüber 12app.27

 

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Fit & Gesund, Vorsorgen und heilen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Spamschutz * Frist ist abgelaufen. Bitte laden Sie den Spamschutz erneut.