Konjunkturforschung sagt weiteres Kostenwachstum voraus

2017 bringt keine „good news“ von der Gesundheitskosten-Front. Gemäss der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich setzt sich nämlich der Anstieg der Gesundheitsausgaben auch in den kommenden Jahren fort. Gegenüber der Zunahme von 3.6 % im Jahr 2016 erwartet die KOF für 2017 einen etwas stärkeren Anstieg von 3.9%. Im Jahr 2018 werde sich die Zunahme in gleicher Höhe (3.9%) fortsetzen, schreibt das Institut. Damit erreichen die Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandprodukt im Jahr 2018 einen Anteil von 12.2% im Jahr 2018. Jeder 8. Franken wird in der Schweiz dann für Gesundheit ausgegeben – oder besser gesagt für die Bekämpfung von Krankheiten, dann Kosten für Fitness, gesunde Ernährung oder Bewegung in der Freizeit sind in diesen Zahlen nicht enthalten.

Gemäss KOF spiele die Demografie für die Entwicklung der Gesundheitskosten weiterhin eine wichtige Rolle. Die steigende Anzahl älterer Menschen trage zum kontinuierlichen Anstieg der Gesundheitsausgaben bei.

Unsicherheit über die Prognosen liegen in der «Strategie Gesundheit 2020» des Bundesrates, mit der er mittel- bis langfristig erhebliche zusätzliche Ein­sparungen anstrebt sowie in der Revision der ärztlichen Tarifstruktur TARMED, über die die Verhandlungen gescheitert sind und nun die aktuelle Tarifstruktur wurde bis Ende 2017 verlängert wurde.

Die Ende Jahr veröffentlichte Herbststudie macht auch Aussagen über die Bedeutung des Gesundheitssektors für die Schweizer Volkswirtschaft. Mit über 266000 Personen (2015 und umgerechnet in Vollzeitäquivalente) beträgt der Anteil des Gesundheitswesens am Total aller Beschäftigten in der Schweiz fast 7%.

Die Prognose der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich zur Entwicklung der schweizerischen Gesundheitsausgaben wird zweimal jährlich publiziert. Die Frühjahrsprognose unterstützt die Firma TopPharm durch einen Forschungsbeitrag, die Herbstprognose unterstützt der Internet-Vergleichsdienst comparis.ch.

Falls Sie sich für den im Dezember veröffentlichten Bericht der KOF interessieren, können Sie ihn hier als PDF herunterladen.

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