Kinder brauchen Bewegung

Kinder, die sich aktiv bewegen, entwickeln sich positiv – weit über ihre Kindheit hinaus. Auf diese Kurzformel lassen sich die Erkenntnisse zusammenfassen, die in der Broschüre „Gemeinsam aktiv – Gesundheitsförderung im Kindesalter durch Bewegung und Sport“ der Initiative fit4future beschrieben werden.

Es gebe tausend Gründe, weshalb sich Kinder bewegen sollten, heisst es dort im Vorwort von Prof. Dr. Phil. Lukas Zahner, Mitglied der Departementsleitung am Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel, und keinen einzigen, der dagegen spreche.

So sei jedes jedes vierte bis fünfte Kind in der Schweiz übergewichtig und Übergewicht meist durch Überernährung und Bewegungsmangel erklärbar. Viele übergewichtige Kinder nähmen ausessendem die Hauptmahlzeiten mit ihren Eltern vor dem Fernseher ein und verbringen allgemein viel Freizeit vor dem Fernseher oder Computer.

Kinder mit mehreren Risikofaktoren für spätere Herz-Kreislauf-Krankheiten (z.B. Altersdiabetes, hoher Blutdruck) seien keine Seltenheit mehr. Solche Probleme könnten aber durch Bewegung positiv beeinflusst werden könnten?

Vor allem durch genügend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung in der Kindheit und Jugend werde die Knochendichte aufgebaut , was einer frühzeitigen Osteoporose (Knochenschwund) vorbeuge. Bewegung unterstütze aber auch die Gehirnentwicklung und bewegungsaktivere Kinder lernten daher meist auch besser. Und obwohl praktisch alle Kinder ein natürliches Bewegungsbedürfnis hätten und sich sehr gerne bewegten, würden viele Eltern die Bewegungsmöglichkeiten ihrer Kinder eher einschränken als fördern.

Die Broschüre zeigt viele Möglichkeiten, was Eltern tun können, um ihre Kinder im Vor- und Schulalter zu mehr Bewegung zu motivieren, denn Bewegungsförderung beginne in der Familie.

Kurz: Wie oft und vielseitig sich ein Kind bewegt, beeinflusst dessen körperliche Entwicklung und Gesundheit nicht nur im Kindesalter. Auch im späteren Leben profitierten Erwachsene vom Bewegungsschatz, den sie sich als Kind zu eigen machen, heisst es denn auch in einem kürzlich im CSS-Blog erschienen Beitrag zum Thema.

Gemäss diesem Beitrag, sollten sich Kinder und Jugendliche mindestens eine Stunde pro Tag bewegen; jüngere Kinder im Vorschul- und Primarschulalter noch mehr. Dabei reicht es, dass die Kinder leicht ausser Atem kommen. Wichtig sei auch die Bewegungsqualität für eine gute motorische Entwicklung. Je mehr unterschiedliche Bewegungen ein Kind ausprobiere, desto einfacher falle es ihm später neue Bewegungen zu meistern.

 

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