Ist Fett des Teufels?

Bei Menschen, die sich gesund ernähren wollen, schaltet die Ampel beim Thema Fett auf rot. Das müsste nicht sein, denn Fett ist besser als sein Ruf. In entsprechenden Mengen gegessen ist Fett sogar ein wichtiger Teil unserer täglichen Ernährung. Die Vitamine A, D, E oder K können z.B. nur über Fett aufgenommen werden. So betrachtet haben Fette durchaus auch gesundheitsfördernde Seiten. Im Vergleich zu Kohlenhydraten schneidet Fett sogar besser ab, war kürzlich auf dem CSS-Blog zu lesen. Das gehe aus der internationalen Ernährungsstudie „PURE“ hervor. Das ist aber leider kein Freipass für unbegrenztes Verzehren von fetten Würsten und Koteletts in der aktuellen Grillsaison, denn es gilt wie immer zu differenzieren. Nicht alle Fette sind für unseren Körper gleich gesund und in Übermengen genossen sind Fette durchaus gesundheitsschädigend.

Ungesättigte Fettsäuren kann man ohne schlechtes Gewissen in seine Ernährung einbauen. Dazu gehören z.B. Olivenöl, Rapsöl, Avocados, Nüsse und Oliven (einfach ungesättigt) und Lachs, Thunfisch, Distelöl oder Sonnenblumenöl (mehrfach ungesättigt). Weniger empfehlenswert sind die gesättigten Fettsäuren, wie tierische Fette (Butter, Milchprodukte, Fleisch) oder Fette in Süsswaren, Gebäck oder Fertiggerichten. Ein zu hohes Mass an gesättigten Fettsäuren kann zu einem erhöhten Cholesterinspiegel und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Gerade vor wenigen Wochen ist beispielsweise das wegen seines feinen Geschmacks vielgerühmte Kokosoel aufgrund seines hohen Anteils an gesättigten Fetten in die Kritik geraten.

Fett ist also nicht per se gefährlich, und doch empfiehlt die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung einen bewussten Umgang damit. Sie schlägt folgende Maximalmengen von Ölen, Fetten und Nüssen für eine erwachsene Person pro Tag vor:

  • 2-3 Esslöffel Pflanzenöl, davon min. die Hälfte in Form von Rapsöl
  • 1 Portion (20-30 Gramm) ungesalzene Nüsse, Samen oder Kerne
  • 1 Esslöffel Butter, Margarine oder Rahm

 Wer gerne Fleisch isst, sollte dessen hohen gesättigten Fettsäureanteil kompensieren mit fettarmer Zubereitung. Da heisst für den Alltag in der Küche, Fleischstücke mit wenig Fett anzubraten oder zu grillieren statt in einer Rahmsauce schwimmend zu servieren.

Und denken Sie dran: wie und was wir Essen hat einen starken Einfluss auf unsere Gesundheit, z.B. auf das Risiko, an Diabetes Typ II zu erkranken und auf die Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO kann mit einer ausgewogenen Ernährung ein Drittel aller Krebsfälle verhindert werden. Zum Thema Ernährung hat mediX deshalb ein umfassendes, aber einfach verständliches Gesundheitdossier veröffentlicht, das Sie sich hier als PDF herunterladen können.

Übrigens: Möchten Sie mehr wissen über die Studie und verstehen Sie medizinische Fachsprache in Englisch, dann können Sie die Ergebnisse der „PURE“-Studie hier als PDF herunterladen.

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