Fitnesstraining fürs Hirn

Es gibt kaum ein Organ oder Muskel am Menschen, das oder der sich nicht trainieren liesse. Auch den Muskel „Hirn“ kann man trainieren wie die Velo-Wädli oder die Oberarm-Mukkis. Das ist besonders im höheren Alter wichtig. Denn: Nur wer sein Gehirn immer wieder fordert, kann der Vergesslichkeit entgegenwirken: Auch das Lösen von Kreuzworträtseln oder von Sudokus mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen kann helfen.

Im «Beobachter» war kürzlich online von Menschen zu lesen, die ihren eigenen Weg gefunden haben, mit regelmässigem Hirntraining gegen das Vergessen anzukämpfen und besonders das Kurzzeitgedächtnis anzuregen. Der Beitrag berichtet von Menschen, die regelmässig Kurse besuchen und sich so motivieren, immer wieder Neues zu lernen – z.B. Strategien, wie man sich Namen besser merken kann. Andere haben die Aktivierung des Kurzzeitgedächtnis in ihren Alltag eingebaut. Sie halten einen Tag lang nach der Farbe Orange Ausschau und versuchen am Abend, alles was orange war aufzuschreiben. Oder sie versuchen, in einem Zeitungsartikel so schnell wie möglich alle E’s und Cis zu streichen.

Gemäss Beobachter können sogar Demenzkranke ihre Hirnleistung beeinflussen. Im Beitrag heisst es: «Nachweisliche Defizite der Hirnleistung können durch ein gezieltes und kontinuierliches Training zumindest teilweise wettgemacht werden. Das gilt für jedes Alter und unabhängig vom Gesundheitszustand. Demenzkranke Personen erlangen durch Gedächtnistraining ihre ursprüngliche Leistungsfähigkeit zwar nicht zurück, weisen aber eine bessere Merkfähigkeit auf und bleiben länger sozial integriert. Mit einem Dutzend Trainingsstunden ist das jedoch nicht möglich. Nur regelmässiges und langfristiges Üben bringt Erfolg, der anhält – ähnlich wie beim Sport.»

Weiterhin findet man im Beitrag konkrete Anleitungen zum täglichen Gehirntraining:

  • Lernen Sie die Einkaufsliste durch bildhafte Vorstellungen auswendig. Sie können die Produkte zum Beispiel einem Körperteil zuordnen: die Milch dem Fuss, das Brot dem Kopf, die Äpfel den Augen. Auf dieselbe Weise können Sie sich auch eine Kontonummer merken.
  • Trainieren Sie Ihre beiden Gehirnhälften, indem Sie von Zeit zu Zeit etwas mit links tun, wofür Sie normalerweise die rechte Hand benutzen (oder umgekehrt): die Zähne putzen, Zwiebeln schneiden, eine Telefonnummer wählen, Jasskarten halten, die Tür schliessen.
  • Versuchen Sie, alltägliche Verrichtungen mit geschlossenen oder verbundenen Augen zu tun: ein Joghurt öffnen und auslöffeln, eine Orange schälen oder die Schuhe binden.
  • Steigen Sie Treppen im Passgang hinauf und hinunter. Oder gehen Sie kurze Strecken rückwärts.
  • Verfremden Sie Sätze nach folgendem Muster: «Whictig ist eziing, dsas der ertse und der lettze Buhcstbaen eneis Wtreos stemimn. Der Rset knan ein völilegs Duchrienanedr sein und trtozedm prboelmols gelseen wreden – Kroretkrummporgrae im Hrin mcehan es milögch.» Sie werden sehen: Es spielt keine Rolle, welche Reihenfolge die Buchstaben in einem Wort haben.

Wer gleich mit dem Training anfangen möchte findet auch im Internet eine Reihe von Möglichkeiten:

Dieser Beitrag wurde unter Fit & Gesund veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Spamschutz * Frist ist abgelaufen. Bitte laden Sie den Spamschutz erneut.