Entweder es hilft – oder es hilft nicht

Wie stehen Sie zu Hausmittelchen bei Grippe und anderen Zipperlein? Probieren Sie gleich alles einmal aus, was Ihnen Ihre Freunde und Bekannten empfehlen – oder weigern Sie sich standhaft, Altbewährtes einfach mal auszuprobieren; so ganz entgegen dem Motto «Nützt es nichts, so schadet es auch nicht?» Ich selbst zum Beispiel bin ein Skeptiker, wenn es um die einfachen Hausmittelchen geht. Aber ein Geheimrezept bei Schnuppen, Halsweh, Husten, Fieber und ersten Grippeanzeichen lass ich mir nicht nehmen: heissen Schwarztee mit Zitrone, einem kräftigen Schuss Whiskey und Honig. Wenn es auch die Grippe nicht heilt, so kann ich nach dem zweiten Glas immer bestens schlafen – und das ist doch eigentlich schon viel wert.

Sylvia Aeschbach – Bloggerin beim „Kopf-bis-Fuss“-Blog von Tages-Anzeiger – steht gemäss ihrem Blog-Beitrag «Der Erkältungszaubertrank» bei Erkältung oder sich anbahnender Grippe auf regelmässigem Konsum von Tee mit frischem Ingwer und Honig, einem Rezept ihrer Schwiegermutter. «Mit durchschlagendem Erfolg!» schreibt sie, und weiter: «Nach drei Tagen, an denen ich regelmässig diesen hausgemachten Tee getrunken hatte, verschwanden meine Beschwerden wie von Zauberhand.» Niemand weiss natürlich, ob diese auch ohne Tee verschwunden wären, aber was soll’s. Aeschbach fährt in ihrem Blog fort: «Ob und wie das überhaupt nützt, ist sowieso Glaubens- und Ansichtssache.» Was bei gewissen Leuten einen durchschlagenden Erfolg habe, nütze bei anderen nur punktuell oder überhaupt nicht. Was sie selber betreffe, so sei sie überzeugt, dass bei ihr die Psyche bei Erkältungen eine wichtige rolle spiele. Und die sei leider nur begrenzt beeinflussbar.

Dennoch: bei vielen bewährten und traditionellen Hausmitteln gibt es durchaus auch rationale Erklärungen. So sei gemäss Aeschbach der Wurzelstock des Ingwers mit seinem zähflüssigen Balsam aus ätherischen Ölen hauptverantwortlich für die medizinische Wirkung. Das Gingerol hemme Entzündungsreaktionen des Immunsystems und wirke gleichzeitig schmerzlindernd.

Vielleicht also beim nächsten Mal doch erst ein Hausmittel ausprobieren, bevor man z.B. bei Grippe zur oft auch wirkungslosen chemischen Keule greift? Dann schauen Sie doch mal in das hübsch aufgemachte Buch «Zwiebelwickel, Essigsocken & Co. – Traditionelle Hausmittel neu entdeckt» von Karin Berndl & Nici Hofer. Oder schenken Sie es jemandem aus Ihrem Bekannten- oder Freundeskreis, der Sie immer wegen Ihrer Geheimrezepte belächelt hat.

Das praktische Büchlein mit überschaubaren 112 Seiten ist im Eden-Verlag erschienen und kann z.B. auch hier für CHF 25.90 online bestellt werden. Es ist übrigens auch als E-Book erhältlich.

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