Eine APP zum Verstehen der Arztrechnung

Damit Patienten ihre Arztrechnungen besser kontrollieren können, haben ZHAW-Forschende untersucht, wie diese verständlicher formuliert und übersichtlicher dargestellt werden könnten. Die Forschungsresultate fliessen in eine Software ein, welche die Arztrechnungen laienverständlich «übersetzt».

Gemäss einer Medienmitteilung der ZHAW werden in der Schweiz jährlich etwa 70 Millionen Arztrechnungen verschickt, im Schnitt also etwa neun Rechnungen pro Person. Nur versteht kaum jemand, was auf diesen Rechnungen steht, denn seit der Einführung des Tarmed-Systems bestehen die Abrechnungen fast nur aus Fach-Chinesisch.

Hier soll nun eine App der ZHAW Abhilfe verschaffen. Damit sollen Patientinnen und Patienten verstehen, warum ihnen ihre ÄrztIn was wie teuer verrechnet. Dazu muss die Rechnung nur mit dem Smartphone fotografiert werden. Die App übersetzt dann die Begriffe.

Die App soll gemäss einer Mitteilung vom Donnerstag voraussichtlich Ende 2016 zur Verfügung stehen; und zwar in Deutsch, Französisch und Italienisch und später auch in Englisch.

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Ein Kommentar zu Eine APP zum Verstehen der Arztrechnung

  1. Elina Baccara (Internet-ID) sagt:

    Immer wieder, und seit Jahren höre ich, wir Patienten sollten unsere Artzt-Rechnungen kontrollieren….
    Früher machte ich dies peinlich genau. Besonders viele Misstände entdeckte ich beim USZ und informierte meine Krankenkasse jeweils detailliert darüber. Zur Antwort bekam ich jedes mal das gleiche:
    „Sie als Krankenkasse hätten auf Grund bestehender Verträge, keine Möglichkeit, Kosten-Abstriche für nicht erfolgte Behandlungs-Kosten, nicht stattgefundenen Termine oder unsachgemäss durchgeführte Operatioen mit dem zu Folge, nicht erreichten OP-Zielen zu machen. (alles samt Beanstandungen seitens USZ)
    Wozu also Ihr Aufruf, Rechnungen zu kontrollieren?
    Selbst IV-Regress-Prozesse werden von Bern her unterbunden.
    Was also soll dieser Farce-Aufruf, Rechnungen zu kontrollieren?

    Und wo wir bei sind, gleich noch ein Thema:
    wegen misslungener OP benötige ich heute medizinische Hilfsmittel, welche ich in Deutschland, pro VE für 78 Euro erhielte, ich hier für in der Schweiz, aber Fr. 220.– berappen muss.
    (Kassensturz hat ähnliche Verglweiche angeprangert)
    Weshalb sprechen also alle nur von steigenden Behandlungsdkosten, niemand aber vom Kostenkatalog des Bundes, welcher ein solches x-Millionen-Defizit-Geschäft überhaupt zulässt?

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