Bei der Ernährung ist guter Rat teuer

Ernährungsempfehlungen stehen auf wackligen Füssen, schreibt der Ernährungswissenschafter David Fäh an der Berner Fachhochschule, Fachbereich Gesundheit/Ernährung und Diätik in der Zusammenfassung seinem wissenschaftlichen Beitrag „Lasst es Euch schmecken“ über Gebote und Verbote rund ums Essen, der kürzlich in der Therapeutischen Umschau veröffentlicht wurde. Sie können den Beitrag hier als PDF herunterladen.

Zwar hielten sich vermeintliche Ernährungsweisheiten hartnäckig, aber die Empfehlungen beruhten meist auf Expertenkonsens, die sich wiederum auf Beobachtungsstudien stützten. Diese Studien aber hätten zahlreiche Schwächen und liessen damit viel Raum für fehlerhafte Resultate und Interpretationen. Der mediX-Blog hat vor einiger Zeit über einen besonders krassen Fall berichtet, wie leicht sich die öffentliche Meinung mit einer gefälschten Studie beeinflussen lässt.

Man könne sich also durchaus ganz entspannt auch mal zwischendurch etwas (angeblich) «Ungesundes» gönnen, meint Fäh, aber es schade wahrscheinlich auch nicht, sich an eine Empfehlung zu halten, auch wenn sie nicht fundiert sei. Die Empfehlung beispielsweise, täglich 1.5 bis zwei Liter Wasser zu trinken, könne kaum schaden, selbst wenn ihr Nutzen unklar sei.

Testen Sie Ihr Ernährungswissen! Der Artikel von David Fäh enthält nämlich ein kleines Quiz, mit dem sie testen können, ob Sie auf dem neuesten der Erkenntnis sind und gibt Ihnen zu allen Fragen eine ausführliche Antwort. Sie erfahren beispielsweise, ob Nüsse schlank halten, Fruchtsäfte gesund sind, Alkoholkonsum die Gesundheit fördert oder ob eine Salzreduktion in jedem Fall hilft – und vieles mehr.

Ob vor oder nach dem Quiz ist Ihnen überlassen – aber lesen Sie in jedem Fall auch den Artikel von Felix Straumann im Tages-Anzeiger über die oben erwähnte Publikation. Sie fasst in Kürze die Ergebnisse in leicht lesbarer Form zusammen.

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