Ausdauersport macht widerstandsfähig

Die Angst vor einer möglichen Infektion galt lange Jahre als gute Entschuldigung für Bewegungsfaule, auf Ausdauersport zu verzichten. Damit hat sich’s nun: eine breit angelegte Übersichtsstudie von Gesundheitsforschern der Universität Bath in England, die im Fachblatt „Frontiers in Immunologie“ veröffentlicht wurde, zeigt nämlich, dass die Meinung, grosse Anstrengungen könnten das Immunsystem schwächen, so nicht haltbar ist. Im Gegenteil: langes, ermüdendes Training oder ein hartes Rennen soll die Immunreaktionen sogar verstärken.

Jahrzehntelang seien die meisten Forscher, Trainer und Athleten überzeugt gewesen, dass schon ein einzelner Ausdauerwettkampf oder eine andere anstrengende Tätigkeit den Körper so sehr ermüde, dass dieser nicht mehr in der Lage sei, Erkältungsviren und andere Mikroben zu bekämpfen, schreibt die SonntagsZeitung in ihrem Beitrag zum Thema (hier als PDF herunterladen).

Regelmässige Bewegung macht gesund

In der Studienzusammenfassung heisst es aber: «Epidemiologische Hinweise deuten darauf hin, dass regelmässige körperliche Aktivität und/oder häufige strukturierte Bewegung die Häufigkeit vieler chronischer Krankheiten im Alter, einschließlich übertragbarer Krankheiten wie Virus- und Bakterieninfektionen, sowie nicht übertragbarer Krankheiten wie Krebs und chronischer Entzündungskrankheiten verringert. Trotz der offensichtlichen gesundheitlichen Vorteile, die durch einen aktiven Lebensstil erreicht werden, bleibt die Wirkung eines einzigen Trainings auf die Immunfunktion ein kontroverses Thema.

In der Tat wird bis heute von vielen Sportlern wahrgenommen, dass ein kräftiger Bewegungsdrang die Immunfunktion vorübergehend unterdrücken kann. Die Studie liefert aber jetzt den Nachweis, dass häufiges Training die Immunkompetenz steigert. Im dritten Teil dieses Berichts wird schliesslich hervorgehoben, dass regelmässige körperliche Aktivität und häufige Bewegung das Altern des Immunsystems einschränken oder verzögern können, was weitere Beweise dafür liefert, dass Bewegung für die immunologische Gesundheit von Vorteil ist.

Zusammenfassend lässt sich aus der Studie ablesen, dass regelmässige Bewegung unser Immunsystem nicht schwächt; vielmehr dürfte sie dazu beitragen, unsere Immunkompetenz über die gesamte Lebensdauer hinweg zu verbessern.  (Freie Übersetzung aus dem Englischen durch medixblog). Die Studie soll, so die Ansicht der Autoren, dazu beitragen, die Meinungen über die wahrgenommenen Beziehungen zwischen Bewegung und Immunfunktion wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Na dann: Auf geht’s zum Training! Oder hat da jemand „Sport ist Mord“ gesagt?

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